Impulse zur Fastenzeit | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Erster Fastensonntag


 

MENSCH, WO BIST DU?

"Wo hängt eigentlich das Original des Hungertuches?"...

... fragte mich Pastor Gerrit Weusthof im Anschluss an den "emsländischen" Gottesdienst zum Ersten Fastensonntag. Ich hatte ihm erzählt, dass das Hungertuch 2019 in leuchtende(re)n Farben (auch) das Banner unserer Homepage ziert.

Deine Ozeane – Mein Schweigen

Das tiefe Blau

deiner Ozeane

erzählt mir von deiner Sehnsucht nach mir

und lockt mich ins Schweigen

und Lauschen

auf dein Wort

das nach mir fragt

Immer wieder

noch nach so langer Zeit

deine suchende Stimme

so klagend

so zärtlich

Wo bist du Mensch?

 

Katharina Barth-Duran 

Das MISEREOR-Hungertuch 2019/2020 „Mensch, wo bist du?“ von Uwe Appold ©
 

Also: Hier, wie versprochen, die Beantwortung der Frage:

Das Hungertuch 2019 durchlief eine regelrechte Wallfahrt, um dort zu hängen, wo es jetzt hängt: in Köln.

Start war am dritten März in München, ganz im Süden Deutschlands. Hergestellt worden war es nämlich im Atelier des Künstlers Uwe Appold im Museumsdorf Unewatt bei Flensburg, ganz im Norden Deutschlands.

Es gelangte, überbracht von einer kleinen Gruppe Begleitender, zunächst nach Ludwigshafen, um dann nach einem Tag "Einkehrpause", Worms zu erreichen. Nach einem weiteren Einkehrtag, diese "Zwischentage" sollen Gelegenheit bieten, einen Einblick in die Themen des neuen MISEREOR-Hungertuchs und der Fastenaktion zu bieten, kam es in Köln an. Dort erfolgte die Eröffnung der MISEREOR-Fastenaktion.

Weusthof hatte zuvor im Gottesdienst auf die Frage "Wo bist du?", die thematisch über der Fastenaktion steht, ermahnt, über die Sinnfrage des Fastens, nämlich "Wer bin ich eigentlich?/ Wo (für) stehe ich eigentlich?", nicht das Christliche zu vergessen.

Einige Symbole des Hungertuchs:

DAS BLAU 

Wir sehen auf dem Hungertuch viel "blau". Es steht für das lebensnotwendige Wasser und den unendlichen Himmel. In der christlichen Symbolsprache ist es die Farbe des Glaubens, der Zuverlässigkeit und der Treue. Blau verbindet Erde und Himmel. 

DIE ERDE 

Die Erde hat der Künstler auf das Hungertuch aufgetragen. Sie stammt direkt aus Jerusalem aus dem Garten Gethesemane. Erde lässt Neues wachsen und erinnert daran, dass unser Planet Lebensraum aller Geschöpfe ist und uns als Lebensraum anvertraut ist.

DER RING

Der Ring in der Mitte des Bildes gilt als Symbol des Himmels - ein Kreis ohne Ende und Anfang. Er symbolisiert Gottes unendliche  Liebe, die allen Menschen und in besonderer Weise den Ausgegrenzten gilt. Der Ring ist mit Blattgold überzogen und drückt damit Gottes Herrlichkeit aus.

DAS HAUS

Im Ring ist ein Haus zusehen, unser „gemeinsames Haus“, geborgen in der Liebe Gottes. Es ist unfertig; es hat eine Lücke - ein Zeichen dafür, dass wir alle daran bauen und Lösungen für die derzeitigen Krisen finden müssen.

Auch Papst Franziskus spricht in seiner Enzyklika "Laudato si" vom gemeinsamen Haus, einer Welt, auf der alle Platz haben müssen.

DIE FIGUR 

Die Figur, Mann oder Frau, ist bekleidet in rot-blaues Textil und nicht (mehr) nackt. Sie hat Kontakt zur Erde und öffnet die Arme zum Himmel. So überschreitet sie die Grenzen des Bildes. Die geschwungene Stange hat die Form einer offenen Schale: der Mensch nimmt Gottes Wort auf und trägt es weiter.

CS

Katholische Kirchengemeinde

Herz Mariae | Kassel


Ahnatalstraße 29 

34128 Kassel


 




Telefon: 0561 | 61524

Telefax: 0561 | 6026895 


 

Pfarrbüro | Öffnungszeiten


Montag, Mittwoch, Freitag:
9:30 - 12:00 Uhr
Dienstag, Donnerstag:
15:00 - 18:00 Uhr

 


© Herz Mariae | Kassel

 

Katholische Kirchengemeinde Herz Mariae 

Ahnatalstraße 29  

34128 Kassel




Telefon: 0561 | 61524
Telefax: 0561 | 6026895 



© Herz Mariae | Kassel