Angebote | Pilgerreise nach Israel | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Israel 2018 – Achttägige Pilgerreise durch das Heilige Land

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Eine Pilgerreise „Auf und in den Spuren Jesu“ –

Unter diesem Thema besuchen wir heilige Stätten in Israel und Palästina, um den Wurzeln unseres Glaubens auf den Grund zu gehen. Auch wollen wir untersuchen, auf welche Art und Weise die Spuren Jesu künstlerisch und architektonisch dargestellt wurden bzw. werden – und wozu. Was gab den Ausschlag, diese oder jene Spur (so und nicht anders) sichtbar zu machen? Nicht zuletzt hierdurch hat sich das Christentum maßgeblich kollektiv entwickelt.

Mittels Gebet und Meditation, auch im Hören und Erläutern biblischer Texte im Angesicht dieser Spuren, wollen wir herausfinden, wie das Christentum uns ganz persönlich selber geprägt hat und weiterhin prägen kann.

In die Wüste, auch dort finden wir Spuren, führte der „Gott der Väter“ die Patriarchen, die als Nomaden umher­getrieben, hier ihre elementaren Gottes­erfahrungen machten und sesshaft wurden. Mose und das Volk Israel haben nach dem Exodus eine neue Heimat gefunden. 
In diesem Land wirkten die Propheten, die das Wort Gottes – bisweilen auch gegen die Stimme der Mächtigen – verkündeten. Vorläufer-Gestalten wie Elija und Johannes der Täufer, in der Kunst vielfach dargestellt, haben die biblischen Heilsverheißungen geprägt.
Israel ist das Land der Wunder und Gleichnisse Jesu; hier verkündete er das Reich Gottes, hier ist der Ort seiner Passion und seines Todes, seiner Auferstehung und Himmelfahrt. Hier offenbarte sich der Auferstandene seinen Jüngern. All diese Heils­ereignisse kennt der Christ unter dem Namen „Eu-angelion“: Frohe Botschaft. 
Auch die Geschichte der jungen Kirche hat hier ihren Anfang genommen: das Pfingst­ereignis, das Wirken der Apostel, insbesondere das von Petrus und Paulus. Doch bereits Jesus wurde hineingeboren in ein Umfeld religiöser, sozialer und politischer Konflikte. Für Juden, Christen und Muslime ist Jerusalem heute die „Heilige Stadt“. Trotzdem – oder gerade deswegen? ist es ein Land voller Gegensätze und Konflikte, die ihre Wurzeln in der Religion und Geschichte, in Kultur und Gesellschaft, im Miteinander und Gegeneinander haben. Wir werden Widersprüche erleben, und dennoch werden wir überrascht sein, wie freundlich und herzlich wir aufgenommen werden.

Ort der Ankunft und Abreise ist Tel Aviv. Wir werden - außerhalb der heißen Sommermonate - kaum ahnen, dass es sich um eine mediterrane Stadt handelt, in der sich sonst alles um Sonne und Meer dreht. Über die Küste Tel Avivs hinaus ragen Hochhäuser... -

Die Geburtskirche in Bethlehem und die Grabeskirche in Jerusalem gehören zu den ältesten Kirchen der Welt, beide errichtet unter Kaiser Konstantin dem Großen. Bis zum Mittelalter galten die Bauherren gleichzeitig als „Schöpfer“ ihrer Bauten. Kaiser Konstantin förderte und formte christliche Bauvorhaben massiv, was (bis heute) nicht ohne Wirkung blieb.

Das Herodeion war Fluchtburg und Grabstätte von Herodes dem Großen. Nach Mk 6,17–29 EU und Mt 14,3–12 EU soll die Tochter von Herodes’ Frau Herodias, Salome, von dieser dazu angestiftet, den Kopf Johannes’ des Täufers als Belohnung für einen Tanz gefordert und erhalten haben.

Wir werden die Wüste Juda, konkret den ausgetrockneten Flusslauf des Wadi Qelt, beginnend in Jericho, durchqueren. Ziel ist das Kloster St. Georg, das in einen steilen Berg hineingebaut ist. Es wurde im fünften Jahrhundert gegründet und nach seiner Zerstörung im 11. Jahrhundert wieder aufgebaut. Das Kloster wird heute von griechisch-orthodoxen Mönchen bewohnt. Buchstäblich eine Annäherung…

Der Berg der Seligpreisungen, am See Genezareth gelegen, ist ein Ort von unglaublicher Schönheit. Insbesondere die Fenster der Kirche im Stil der italienischen Neo-Renaissance „rahmen“ den Ort, an dem Jesus die Seligpreisungen predigte und seine 12 Jünger auswählte, und machen ihn spürbar.

Nach einem Besuch der Klagemauer werden wir den Tempelberg besteigen und die Al-Aqsa-Moschee sowie den Felsendom sehen. Kein leichter Ort! Die Al-Aqsa-Moschee ist eines der bedeutendsten Zeugnisse islamischer Architektur und wurde zwischen 687 und 691 errichtet. Vom Tempelberg soll Mohammed die Himmelfahrt und seine Begegnung mit den früheren Propheten des Judentums und Jesus angetreten haben. Auf dem im Zentrum des Felsendoms stehenden "Gründungsfels" soll nach jüdischer Tradition die Welt gegründet worden sein. Hier habe sich die Bundeslade befunden, und hier habe Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollen. Ein Ort zum Nachdenken, wo die Synthese zwischen den drei abrahamitischen Religionen liegen könnte.

Wir wollen herausfinden, an welcher Stelle Jesus mit dem Islam „vermählt“ ist. Der Koran lehnt z.B. das Gebot Jesu der Feindesliebe ab. Wir werden überrascht sein, wie offen wir im muslimischen Viertel Jerusalems aufgenommen werden. 

– Und im Israel Museum werden wir feststellen, dass Jesus, der als Figur lange ein Tabu in der israelischen Kunst und Kultur war, von modernen jüdischen Künstlern dargestellt wird.

Eine neue Ausstellung „Sarah im Auge des Betrachters“ befasst sich mit einer möglichen „Veränderung“ bzw. Neuinterpretation der Bibel durch die zwischen 1947 und 1956 in der Nähe des Toten Meeres entdeckten Qumram-Rollen - und (den) daraus erwachsenen Konflikten...

Zurück nach Tel Aviv: Als „Weiße Stadt“ wird das Quartier von über 4.000 Gebäuden bezeichnet, die überwiegend im Internationalen Stil des Bauhauses errichtet wurden. Die Architekten waren zum größten Teil deutschstämmige Juden, die nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten aus Deutschland ausgewandert waren. In den 30er Jahren begannen vor allem diejenigen jüdischen Architekten, die ihre Ausbildung am Bauhaus Dessau erhalten hatten, dem neuen Stadtviertel ihren Stempel aufzudrücken. Veränderte die Zuwanderung das jüdische Leben bzw. den jüdischen Glauben?

Jaffa gilt als Ursprung Tel Avivs. Vom Propheten Jonas wird berichtet, dass er nach Jaffa ging und dort ein Schiff fand, das nach Tarsis (vermutlich Spanien) segelte. 


Indem wir Zeugnisse des Christentums von außen betrachten und vergleichen, wollen wir es von innen verstehen und so das Leben und Wirken Jesu greifbar und erfahrbar machen.

Christine Striegel

Kontakt: Christine Bremer

Fotos: Christine Striegel

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