30.12. | Jahreskreis | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Heilige Familie

Michelangelo Buonarroti, Tondo Doni, 1506–1508, Tempera auf Holz, ∅ 120 cm, Galleria degli Uffizi, Florenz
 

In einer Zeit, da der Zusammenhalt der Familien in mancherlei Hinsicht gefährdet ist, stellt die Kirche am Sonntag nach Weihnachten die Familie in den Mittelpunkt ihrer Verkündigung. Was brauchen Eltern und Kinder heute, damit sie einander in jeder Situation verstehen und vertrauen können? 

Das Fest der Heiligen Familie ist jüngeren Datums. Im 19. Jahrhundert nahm die Verehrung der Heiligen Familie, besonders von Kanada ausgehend, immer mehr zu. 1920 wurde das Fest verbindlich eingeführt.


So, wie es das Bild zeigt, geht es nicht darum, das Leben der Heiligen Familie von Nazareth als bloße Idylle zu verstehen, sondern um mehr. Die Heilige Familie will Vorbild sein und Interpretationsgrundlage. Was jeder Mensch braucht, als Kind und auch als Erwachsener, ist die Liebe der Menschen, mit denen er das Leben teilt. Dass uns in Jesus die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes nahe gekommen ist, soll ermutigen, einander mit Wohlwollen, Freundlichkeit und Zuneigung zu begegnen. 


Nachdem das Fest im Laufe der Zeit zu unterschiedlichen Terminen gefeiert wurde, legte es die Liturgiereform von 1969 auf den Sonntag in der Weihnachtsoktav. Das Evangelium dieses Tages wechselt je nach Lesejahr: die Flucht nach Ägypten (Mt 2, 13–15, A), die Darstellung Jesu im Tempel (Lk 2, 22–40, B) und der zwölfjährige Jesus im Tempel (Lk 2, 41–52, C).

Das "Heilige Familie mit dem Jesuskind" ist eines der bekanntesten Gemälde  Michelangelo Buonarrotis und überhaupt der italienischen Renaissance. 

Das Bild wird nach dem ersten Besitzer des Bildes auch Tondo Doni genannt. "Doni" kann man auch aus dem Lateinischen mit "gegeben" übersetzen.

Das in Temperatechnik gemalte und mit einem üppig verzierten Goldrahmen versehene Tondo Doni gilt als ungewöhlich. Beim Gemälde handelt es sich um eines der vielen Darstellungen der Heiligen Familie, die in jenen Jahren zu wichtigen Ereignissen der führenden Florentiner Familien wie beispielsweise zu Hochzeiten und Geburten bestellt wurden. So schenkte der aufstrebende Tuchhändler Doni das Bild – als Einlage für einen runden Tisch - anlässlich der Hochzeit seines Sohnes Agnolo mit Maddalena Strozzi, der alteingesessenen Patrizier-Familie der Braut.

Das Tondo, das Rundbild, war in der Renaissance nicht nur als ästhetisch gefällige Form beliebt, sondern die ideale Form (Kreis) galt als vollkommen (von Gott zu Gott). Somit diente es als Symbol der göttlichen Liebe und zeigt häufig, Maria, die Kindheit Christi oder - die Heilige Familie.

CS

Michelangelo Buonarroti, Tondo Doni, 1506–1508, Tempera auf Holz, ∅ 120 cm, Galleria degli Uffizi, Florenz
 

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