29.12. | Jahreskreis in Herz Mariae

Heiliger Thomas Becket

Leben

Geboren im Jahr 1118 in London, gestorben am 29. Dezember 1170 in Canterbury.

In der Kathedrale Saint-Étienne (St.-Stephans-Kathedrale) in Sens im französischen Département Yonne (Region Burgund ) befindet sich ein Bleiglasfenster, das dem Leben des Thomas Becket gewidmet ist. Es wurde von einem unbekannten Meister geschaffen. Das Fenster ist fünf Meter hoch und zwei Meter breit. Es ist als "Monument historique" geschützt. Die Kathedrale ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Erzbistums Sens. Sie wurde ab 1140/45 errichtet und gilt als erste gotische Kathedrale.


Thomas Becket war zweimal in Sens: Im Jahr 1164, als er Papst Alexander III. traf, und im Jahr 1170, bevor er wieder aus seinem Exil in Frankreich nach Canterbury zurückkehrte. Im gleichen Jahr wurde er in der dortigen Kathedrale ermordet.

Das Fenster befindet sich an der Nordseite des Chorumgangs. In Nordwestfrankreich gibt es in etwa zehn Kirchen Bleiglasfenster mit der Darstellung von Thomas Becket.


Insgesamt sind 13 Medaillons zu sehen, unterteilt in zweimal vier Medaillons, in deren Mitte jeweils ein fünftes in Kreuzform aufliegt. Darüber schließen die zwei oberen Medaillons die Erzählung ab. In der Mitte oben ist der segnende Christus dargestellt. (In mittelalterlichen Fenstern wird immer von unten nach oben dargestellt.) 

Der Sohn eines begüterten Londoner Kaufmanns studierte in Paris, London und Auxerre, bevor ihn Erzbischof Theobald zum Archidiakon von Canterbury ernannte. Als Erzbischof von Canterbury (zuvor soll er Prunk und angenehmes Leben geschätzt haben) verteidigte er beherzt die Rechte der Kirche gegen den englischen König. Zunächst war er Lordkanzler und Vertrauter Heinrichs II. von England, der seine Erhebung zum Erzbischof von Canterbury und damit zum Primas von England veranlasste (1162), weil er sich davon politischen Einfluss auf die Kirche versprach. Thomas nahm das Amt nur widerstrebend an, da er Konflikte voraussah. 

Er gab seine weltlichen Ämter ab und widmete sich mit großem Ernst seinen neuen Pflichten. Mit dem gleichen Eifer, mit dem er sich vorher für die Interessen des Königs eingesetzt hatte, widersetzte er sich nun dessen Versuchen, in die Rechte der Kirche einzugreifen. 

Er konzentrierte sich fortan ganz auf die Seelsorge, lebte streng asketisch und zeigte sich den Armen gegenüber als großer Wohltäter. Immer wieder betonte er die Freiheit der Kirche gegenüber dem König. 

Becket wurde verfolgt und zu Geldstrafen verurteilt; er musste schließlich, nach nur zwei Jahren auf dem Bischofsstuhl, nach Frankreich (1164) fliehen. Papst Alexander schlug ihm die Bitte ab, sein Amt abzugeben. So führte Thomas Becket seinen Kampf um die Freiheit der englischen Kirche von seinem französischen Exil aus.Nach zähen Verhandlungen, der Konflikt schien beendet, konnte er 1170 nach England zurückkehren. 

Am 29. Dezember des Jahres drangen vier Edelleute, Vertraute Heinrichs, in die Kathedrale ein und ermordeten den Erzbischof vor dem Altar. Sie glaubten, dem König damit einen Gefallen zu tun. Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass der Monarch selbst den Befehl zum Mord an seinem einstigen Ratgeber erteilt hatte. 

Name

"Thomas" ist hebräisch und heißt "Zwilling".   

Darstellung

In Pontifikalkleidung mit Palme, Schwert und Kirchenmodell.  

Verehrung | Reliquien

Sofort nach dem Tod setzte die Heiligen-Verehrung Beckets ein. Mehrere Wunder sollen sich an dessen Grab ereignet haben. Papst Alexander sprach den Erzbischof bereits im Jahr 1173 heilig; ein Jahr später tat König Heinrich II. am Grab seines Freundes und Widersachers öffentlich Buße. 

Der Schrein mit den Gebeinen Beckets wurde im 16. Jahrhundert von König Heinrich VIII. zerstört.

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