25.12. | Jahreskreis | Herz Mariae

Geburt des Herrn

Das Weihnachtsfest ist das heute wohl geliebteste und beliebteste Fest der Christenheit, obgleich es im liturgischen Rang hinter dem Osterfest zurücksteht. Im Vergleich mit Ostern ist Weihnachten das deutlich jüngere Fest. Erst im vierten Jahrhundert begann man, ein Fest der Geburt Christi zu feiern. Weil der Ostertermin nach dem luni-solaren, d. h. Mond- und Sonnenjahr berücksichtigenden jüdischen Festkalender berechnet wird, besitzt er im Gregorianischen und im damals und für manche Kirchen der Orthodoxie bis heute gültigen Julianischen Sonnenkalender keinen fixen Platz. Der Tag der Geburt Christi hingegen haftet seit dem vierten Jahrhundert am 25. Dezember, dem Tag der Wintersonnenwende im römischen Jahreskalender. Ältere religionsgeschichtliche Forschung ging davon aus, dass der Termin für die Geburt des Herrn bewusst auf das Datum des Natalis Solis Inivicti, des Geburtstages des Unbesiegten Sonnengottes, gelegt wurde, eines beliebten Feiertages, der so gleichsam „getauft“ war. Anders als bei der Datierung seines Todes und seiner Auferweckung gibt das Neue Testament auf das Datum der Geburt Christi ja kaum belastbare Hinweise, sieht man von dem Versuch ab, die relative Chronologie des Lukasevangeliums auf den Zyklus des römischen Sonnenkalenders zu übertragen. Heute geht man eher davon aus, dass die biblische Licht- und Sonnensymbolik der Christgeburt – Christus als Sonne der Gerechtigkeit (Mal 3, 20) – ein stärkeres inneres Motiv war als das vorfindliche heidnische Fest des Sol Invictus, um das christliche Weihnachtsfest auf den 25. Dezember, den Tag der Wintersonnenwende, zu legen. Heilendes, strahlendes Licht von Gott her besiegt unsere deprimierende, desorientierende, demoralisierende Finsternis: „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. […] Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.“ (Jes 9, 2) Der jüdische Historiker Flavius Josephus spricht im ersten nachchristlichen Jahrhundert vom „Lichterfest“. Mit diesem Namen bezeichnet er das jüdische Chanukka-Fest. Im vierten Jahrhundert begegnet eben dieser Name für das christliche Fest des 6. Januar, das in den Anfängen der Geburt Christi gedenkt. Eine Reihe orthodoxer Kirchen folgt bis heute dem Julianischen Kalender, sodass ihr Weihnachtsfest auf den 7. Januar gregorianischer Rechnung fällt, der dem 25. Dezember des Julianischen Kalenders entsprach. Fünfundzwanzigster Dezember, Fest der Geburt Jesu Christi als des Heilands der Welt. Grund zu großer Freude – nicht zu Befürchtungen und Furcht: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude … Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“ (Lk 2, 1–11) Heiligste Nacht. Fünfundzwanzigster Dezember im Jahr des Herrn. Vor allem aber: Heilszeit, heilende Zeit vom Herrn her, Gnadenzeit, heilsam, heute. 

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