21.11. | Jahreskreis | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Unsere Liebe Frau in Jerusalem

 Mariae Tempelgang, Giovanni Battista Cima da Conegliano, um 1496/97, Öl auf Pappelholz, 105 x 145 cm, Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden

Der heutige marianische Gedenktag verdankt seinen Ursprung vermutlich der Weihe der Kirche Sancta Maria Nova in Jerusalem am 21. November 543. 

Das spätere „Gedächtnis der Darstellung der seligen Jungfrau Maria“ geht auf eine legendäre Erzählung im nichtkanonischen Jakobusevangelium zurück. Die vier kanonischen Evangelien der Bibel berichten nichts von einer solchen Übergabe Marias an den Tempel. Der Legende zufolge soll Maria mit drei Jahren durch ihre Eltern Anna und Joachim dem Tempel von Jerusalem übergeben worden sein, um für Tempeldienste ausgebildet zu werden. Seit dem sechsten Jahrhundert wird im Osten ein solches Fest gefeiert. In Rom wurde es in der Folgezeit von einzelnen Päpsten wegen seines legendären Charakters teilweise aus dem Festkalender gestrichen (so durch Papst Pius V.) und von anderen unter dem Titel „Mariä Opferung“ gefeiert, obwohl eine „Opferung“ Mariens, also ihre Übergabe zur Erziehung unter den Tempeljungfrauen, historisch nicht nachweisbar ist. 

Die neue Bezeichnung „Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem“ ist bemüht, an den Aufenthalt Marias in Jerusalem anzuknüpfen, bestimmt aber den Inhalt dieses Marienfestes nicht näher. 

Mit Jerusalem verbindet sich der Gedanke an den Tempel. Durch ihr bedingungsloses Ja zum Willen Gottes ist Maria zum Tempel für den Sohn Gottes geworden. Sie verkörpert das Urbild der Tochter Zion (= Jerusalem). So können wir Maria an diesem Gedenktag als lebendigen Tempel des Gottessohnes verehren. Zugleich ist sie die Mutter der Kirche.

Beim Bild Mariae Tempelgang von Conegliano, Ende des 15. Jahrhunderts entstanden, handelt es sich um kein typisches Werk der Renaissance; auch der Maler ist eher nicht so bekannt. Und dennoch: Die orientalischen Kostüme und Palmen im Hintergrund lassen den Tempelgang als authentisches Geschehen im Heiligen Land erscheinen. Die Bildrichtung verläuft von von links nach rechts, lässt sich gleichsam lesen; das Treppenbauwerk scheint übergroß und irreal im Verhältnis zur kleinen Maria...

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