17.11. | Jahreskreis | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Heilige Gertrud von Helfta

Leben

Geboren am 6. Januar 1256 vermutlich in Eisleben (Sachsen-Anhalt), gestorben am 13. November 1302 in Helfta (Sachsen-Anhalt).

Gertrud von Helfta (1256–1302) gehört mit Mechthild von Magdeburg (1207–1282) und Mechthild von Hackeborn (1241–1299) zu den großen deutschen Mystikerinnen und als größte deutsche Mystikerin ihrer Zeit.

Seit ihrem fünften Lebensjahr lebte sie im Zisterzienserinnenkloster Helfta, wo sie von der Äbtissin Gertrud von Hackeborn (1231–1291), der Schwester der hl. Mechthild von Hackeborn, eine gute theologische Ausbildung erhielt. 

Zu dieser Zeit hatte das Kloster unter der Äbtissin Gertrud von Hackeborn den Ruf, eines der führenden Frauenklöster überhaupt zu sein. Neben der guten Unterweisung fühlte sich Gertrud von Helfta auch menschlich und spirituell wohl bei den Zisterzienserinnen, so dass sie in die Gemeinschaft eintrat.

Die Christusverbundenheit Gertruds vertiefte sich seit 1281 durch Visionen, die sie ab 1289 aufzuschreiben begann. Mit 25 Jahren erschien ihr zum ersten Mal Christus im Traum. Dieses und andere mystische Erlebnisse sind (z. T. nach ihrem Tode) zusammengestellt in den fünf Büchern des „Legatus divinae pietatis“ (Gesandter der göttlichen Liebe). Ein anderes wichtiges Hauptwerk sind die „Exercitia spiritualia“, „Geistliche Übungen“. Ihre Schriften enthalten zahlreiche Gedanken über das Geheimnis der Eucharistie und des Herzens Jesu. Auszüge davon fanden Aufnahme in das erbauliche Schrifttum und beeinflussten die katholische Frömmigkeit des 16.–19. Jahrhunderts. Sie entfachte damit im Mittelalter die "flammende Verehrung des Herzens Jesu". 

Zahlreiche Anrufungen der heutigen Herz-Jesu-Litanei gehen auf sie zurück. Ihre Liebe zu Christus fand eine Entsprechung in ihrer Liebe zu ihren Mitmenschen, denen sie eine geduldige Zuhörerin, Ratgeberin und Trösterin war.

Die begnadete Mystikerin starb 1302 in Helfta, wo sie auch begraben ist. Die Nachwelt verlieh ihr den Beinamen "die Große".

Heiligsprechung

Heiliggesprochen wurde Gertrud jedoch erst 1678 von Papst Innozenz XI. (Seliger). 

Name

"Gertrud" ist althochdeutsch und heißt "mutig" und "streng".

Darstellung

Die heilige Gertrud wird im Gewand einer Äbtissin, mit flammendem Herzen, Kruzifix, Buch und Schreibfeder dargestellt.

Patronin

Im Zuge der Gegenreformation im 16. Jahrhundert wurden Gertruds Schriften vor allem in romanischen Ländern weit verbreitet und gelangten bis nach Südamerika; deshalb ist sie noch heute Patronin von Tarragona (Spanien) und von Peru. 

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