28.10.| Jahreskreis | Herz Mariae

Simon und Judas

Leben

Geboren um Christi Geburt, gestorben vermutlich an einem 28. Oktober im 1. Jahrhundert  in Persien.

Caravaggio, Simon Zelotes 
Caravaggio, Simon Zelotes

Der Beiname des Apostels Simon, „Zelotes“, weist darauf hin, dass er vor seiner Berufung wohl Mitglied in der Gruppe der Zeloten war, die mit Gewalt versuchten, die römische Besatzungsmacht abzuschütteln. Dass Jesus ihn in den Kreis der Zwölf beruft, zeigt: Das Reich Gottes steht allen offen. 

Simon ist nicht mit dem „Herrenbruder“ Simon gleichzusetzen. Sein Wirkungsfeld als Glaubensbote lag vermutlich in Palästina. Unklar ist, wann und wo er gestorben ist. Judas Thaddäus, der nur an einzelnen Stellen im Neuen Testament erwähnt wird, gehört zu den weniger bekannten Aposteln. 

Dass der Name Judas meistens nicht mit der vollen Bezeichnung Judas Thaddäus genannt wird, hat in der kirchlichen Überlieferung zu Verwirrungen geführt. Ob er den Judasbrief verfasst hat, ist umstritten. Vermutlich war er der Sohn eines Jakobus, hat in Vorderasien und Phönizien den Glauben verkündet und ist dort als Märtyrer gestorben. Seine Verehrung als Helfer in aussichtslosen Nöten stieg seit dem Ende des 18. Jahrhunderts stetig. 

Brauchtum

In Pötzmes (Bistum Augsburg) gibt es seit 1590 eine Simon-Wallfahrt. Der Simonstag wird außerdem in einigen Regionen als Lostag für das Wetter angesehen.

Name

"Simon" ist hebräisch und heißt "Gott hat erhört".

"Judas" und "Thaddäus" sind ebenfalls hebräische Namen. "Judas" bedeutet "der Gelobte" und "Thaddäus" heißt "der Mutige".

Darstellung

Simon: Als Apostel mit Säge, Lanze, Knüttel oder Schwert.

Judas: Als Apostel mit Buch, Keule, Hellebarde und Steinen.

Patron

Judas: Patron in schweren Nöten und Anliegen
Simon: Patron der Waldarbeiter, Maurer, Gerber, Lederarbeiter, Weber und Färber.

Beide zusammen sind Stadtpatrone von Goslar.