24.09. | Jahreskreis | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Heiliger Rupert und heiliger Virgil

Rupert lebte im siebenten / achten Jahrhundert. Er war zunächst Bischof von Worms, wurde dann aber um 700 von Herzog Theodo von Regensburg nach Bayern gerufen, um die dortige Missionsarbeit zu unterstützen. Rupert veranlasste den Wiederaufbau der römischen Ruinenstadt Juvavum, des heutigen Salzburg, und gründete das Bistum Salzburg, das Kloster St. Peter und ein Frauenkloster auf dem Nonnberg. Er starb 718/720 vermutlich in Salzburg.

Virgilius war ein gelehrter irischer Mönch des achten Jahrhunderts, der zur Missionierung nach Germanien kam. 745 übertrug ihm Herzog Odilo von Bayern die Verwaltung des Bistums Salzburg, die er als Abt von St. Peter übernahm. Wegen harter Auseinandersetzungen mit Bonifatius wurde er erst nach dessen Tod zum Bischof von Salzburg geweiht (nach neuerer Forschung schon eher). Erfolgreich trieb Virgil die Bekehrung der Bewohner des von Herzog Tassilo eroberten Karanataniens (Kärnten) voran. Er erbaute den Salzburger Dom und übertrug dorthin die Gebeine Ruperts. Er starb 784 und ist ebenfalls dort bestattet.

Ein anderer Virgil...

Publius Vergilius Maro, kurz Vergil, Virgilius oder Virgil (70 v. Chr. - 19 v. Chr.) war ein lateinischer Dichter und Epiker , der während der Zeit der Römischen Bürgerkriege und des Prinzipats des Octavian/Augustus (ab 27 v. Chr.) lebte. 


In der Divina Commedia, der Göttlichen Komödie, von Dante Alighieri (1265–1321) wird der Reisende von verschiedenen Jenseitsführern geführt, durch Hölle und Purgatorio zunächst von Vergil, zu dem sich ab dem fünften Bußbezirk des Läuterungsberges, dem Bußbereich der Geizigen, der Dichter Statius gesellt, der sich nach einer von Dante aufgenommenen Legende zum Christentum bekehrt haben soll. 
Vergil selbst ist als Heide der vorchristlichen Zeit in Ermangelung des Sakraments der Taufe von der Erlösung ausgeschlossen. Aber aufgrund seines tugendhaften Lebens und seiner Rolle als Dichter des Weltkaisertums und ahnungsvoller Prophet der Ankunft Christi (in seiner vierten Ekloge) bleiben ihm die Höllenstrafen erspart, und er darf die Zeit bis zum Jüngsten Gericht in dem der eigentlichen Hölle vorgelagerten Limbus verbringen, gemeinsam mit anderen Gerechten der Heidenheit und des Islams. Nur in seiner Eigenschaft als Führer im göttlichen Auftrag darf er den Limbus zeitweise verlassen und den Jenseitsbesucher durch Hölle und Läuterungsbereich begleiten. Als Repräsentant der natürlichen Vernunft, die zumindest zu Lebzeiten Vergils noch nicht durch die biblische Offenbarung erleuchtet war, erläutert er Dante die Einteilungsprinzipien der Straf- und Bußbezirke in Hölle und Purgatorio. Aber nicht nur als philosophisch-ethischer Lehrer, der seinen Schützling unterweist und bei mancher Gelegenheit auch ermahnt, sondern auch als literarisches Vorbild, nämlich als Dichter der Unterweltreise des Aeneas im sechsten Buch der Aeneis, schreitet er Dante voran. 

„Mappa dell´ Inferno“ - Die Zeichnung des Höllentrichters, 1480-1485

Sandro Botticellis Zeichnungen zu Dantes Göttlicher Komödie:

„Mappa dell´ Inferno“ - Die Zeichnung des Höllentrichters, 1480-1485

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