21.09. | Jahreskreis | Herz Mariae

Heiliger Matthäus

Leben

Geboren im ersten Jahrhundert, gestorben im ersten Jahrhundert, vermutlich in Äthiopien oder Persien

Berufung des Hl. Matthäus,  Michelangelo Merisi da Caravaggio, 1599/1600 
Berufung des Hl. Matthäus,
Michelangelo Merisi da Caravaggio, 1599/1600

Matthäus war einer der 12 Apostel, die Jesus nachfolgten und der Verfasser des gleichnamigen Evangeliums. Dem Zöllner Matthäus, den Jesus in den Kreis der Apostel beruft (Mt 9, 9–13), begegnen wir im Markus- und Lukasevangelium (Mk 2, 13–17; Lk 5, 27–32) unter dem Namen Levi, wobei Markus ergänzt: „Sohn des Alphäus“. Als Jesus ihn ruft, verlässt er sofort seine Zollstätte in Kafarnaum am See Genezareth. Beim anschließenden Mahl in seinem Haus finden sich auch viele Zöllner und Sünder ein. Die Tatsache, dass Levi, nun Matthäus, Zöllner war, machte ihn beim Volk unbeliebt. Er arbeitete schließlich für die römische Besatzungsmacht. Außer der Berufung durch Jesus an der Zollstätte wird er nur in den Apostellisten erwähnt, und so nennt ihn auch die Apostelgeschichte unter denen, die nach der Himmelfahrt Jesu in Jerusalem auf das Kommen des Geistes warten (Apg 1,13).
Matthäus wird die Überlieferung der Abfassung des ersten Evangeliums zugeschrieben. Dieses Ur-Evangelium, das ursprünglich in hebräischer Sprache verfasst gewesen sein soll, ist nirgends nachweisbar. Nach heutiger Meinung der Exegeten ist das Markusevangelium das älteste, das dem Verfasser des Matthäusevangeliums bereits vorlag. Die griechische und lateinische Kirche verehrt Matthäus als Märtyrer, wobei Ort, Zeit und Art seines Todes unklar sind.


Über das Leben des Evangelisten nach den Pfingstereignissen ist nur wenig bekannt. Es gibt Hinweise, dass er Judäa verließ, um die Frohe Botschaft in Ägypten und Äthiopien zu verkünden. Zahlreiche Wundertaten in Äthiopien werden ihm zugeschrieben. So soll er den Sohn des Königs vom Tode erweckt und die Königstochter vom Aussatz geheilt haben. In Äthiopien ist er Quellen zufolge auch gestorben.

Während einige Überlieferungen vom Tod durch Steinigen sprechen, sagen andere, der Apostel sei bei lebendigem Leib verbrannt worden, wieder andere, er sei friedlich im Schlaf gestorben. Wissenschaftlich geht man davon aus, dass der Zöllner Levi, der Apostel Matthäus und der Evangelist drei unterschiedliche Personen gewesen sein könnten.

Brauchtum

Von der Arbeit als Zöllner ist der auch heut noch gebräuchliche Spruch "Bei ihm ist Matthäi am letzten" abgeleitet; eine Andeutung, dass jemand in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Früher galt der Festtag des Heiligen im bäuerlichen Kalender als eigentlicher Herbstanfang.

Name

"Matthäus" ist hebräisch und heißt "Geschenk Gottes".

Darstellung

Als Apostel mit Buchrolle, als Evangelist mit einem Menschen oder einem Engel. Andere Attribute, z.B. Beutel oder Zahlbrett, weisen auf seinen Beruf als Zöllner hin.

Patron

Matthäus ist Patron der Bankangestellten, Finanz-, Steuer- und Zollbeamten, der Geldwechsler und Buchhalter.

Reliquien

Seit dem 11. Jahrhundert werden die Gebeine des Matthäus im Dom zu Salerno aufbewahrt.

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