31.07.| Jahreskreis | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Heiliger Ignatius von Loyola

Als "Offizier Gottes" wird der Gründer des Jesuiten-Ordens zuweilen bezeichnet...

Leben

Geboren 1491 in Loyola (Spanien), gestorben am 31. Juli 1556 in Rom.

Als jüngstes von 13 Kindern wurde Ignatius (sein eigentlicher Name war Iñigo) 1491 in Loyola/Baskenland geboren. Nach einer guten höfischen Erziehung wurde er Soldat. Er liebte die Eitelkeiten des Lebens, suchte Ruhm und Ehre. 

Als Offizier im Gefolge des Vizekönigs von Navarra (1518–1521) wurde er bei der Schlacht um Pamplona schwer verletzt. Die Lektüre religiöser Bücher auf dem Monate währenden Krankenlager bewegte ihn dazu, sein Leben zu ändern. Er beendete seine Militärlaufbahn und ging als Einsiedler nach Manresa, nachdem er zuvor auf dem Montserrat bei Barcelona seine Waffen niedergelegt hatte. In seinem „Pilgerbericht“ hält er den Weg seiner inneren Wandlung fest und beschreibt in den „Geistlichen Übungen“ den Prozess der Exerzitien, wie er ihn selbst erlebt hatte. So engagiert und zielstrebig, wie Ignatius sich in weltlichen Dingen einsetzte, so konsequent wirkte er nach seiner Bekehrung auch in geistlichen Dingen. Nach einer Pilgerreise ins Heilige Land 1523 wusste er, dass er zur Verkündigung der Frohbotschaft ein Studium brauchte. Das nötige theologische und philosophische Wissen erwarb er in Alcalá, Salamanca und Paris. Hier fand er die ersten sechs Gefährten, mit denen er auf dem Montmartre 1534 Gelübde ablegte. In Venedig 1537 zum Priester geweiht, ging er mit seinen Gefährten nach Rom, von wo aus er fast 20 Jahre lang wirkte. 

Die päpstliche Anerkennung des Ordens durch Paul III. (1540) ist der Beginn der Gesellschaft Jesu (Societas Jesu – SJ), zu deren erstem Generaloberen Ignatius gewählt wurde. Er stellte sich und seine Gemeinschaft in besonderer Weise dem Papst zur Verfügung, damit er sie sende. Ihm traute er ein umfassenderes Wissen über die weltweit notwendigen Aufgaben zu. 

Um der größeren Beweglichkeit willen, verzichtete er darauf, eine bestimmte Form des Zusammenlebens vorzuschreiben. An allen Brennpunkten sollten die Mitglieder seines Ordens einsatzbereit sein: „Der Geist der Gesellschaft Jesu ist es, in aller Einfachheit und Niedrigkeit von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort zu ziehen, ohne sich an einen bestimmten Ort binden zu lassen ... Wollten wir diese Einfachheit verlassen, es wäre gleichbedeutend mit der Zerstörung unseres Ordensgeistes.“ (Ignatius)  Die Jesuiten trugen keinen festgelegten Habit, wiewohl es ein Jesuitengewand gab. Auf ein festes gemeinsames Chorgebet aller Mitglieder an einem Ort verzichtete Ignatius in seiner Ordenssatzung. Vielmehr kam es ihm auf die Selbstheiligung der Mitbrüder im Gebet und ihre unermüdliche Verkündigung unter den Menschen an. Deswegen findet man auch heute die Mitglieder des Jesuitenordens in allen Schichten und Altersgruppen und an verschiedensten Orten seelsorgerisch tätig.
Die „Geistlichen Übungen“ des Gründers sind bis heute die Grundlage der Gemeinschaft und darüber hinaus für viele Menschen eine Hilfe zur Erneuerung und Vertiefung ihres geistlichen Lebens. - Ignatius starb am 31. Juli 1556 in Rom.

Brauchtum

Bei Krankheiten wie der Pest war man früher von der heilenden Kraft des sogenannten Ignatius-Wassers überzeugt. Das Wasser wurde dadurch geheiligt, indem man ein Gebet zu Ignatius sprach und gleichzeitig eine Reliquie oder eine Medaille mit dem Bild des Heiligen eintauchte.

Name

"Ignatius" ist lateinisch und bedeutet "der Feurige".

Darstellung

Der heilige Ignatius von Loyola wird häufig im Jesuitengewand oder Messornat, mit Jesuszeichen (IHS), Kreuz oder Buch, Fackel oder auch dem flammendem Herzen (siehe auch Heiliger Philipp Neri) dargestellt.

Patron

Ignatius ist Patron der Jesuiten, der Exerzitien und Exerzitienhäuser, der Kinder, der Schwangeren, bei schweren Geburten, gegen die Pest, gegen Fieber, gegen Gewissensbisse, gegen Viehkrankheiten.

Ignatius von Loyola war befreundet mit (dem heiligen) Philipp Neri (1515-1594). Dieser erwog eine zeitlang, sich dem Jesuitenorden anzuschließen, war dann aber Begründer der Hausgemeinschaften der Oratorianer.

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