24.06. | Jahreskreis | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Geburt des Heiligen Johannes des Täufers

Leben

Geboren etwa ein halbes Jahr vor Christi Geburt in Ain Karim bei Jerusalem, gestorben um 30, vermutlich in Jerusalem.

Das Lukasevangelium stellt die Ankündigung der Geburt und die Geburt Johannes des Täufers parallel zur Verkündigung der Geburt Jesu und seiner Geburt dar. Entsprechend wird der Geburtstag des Johannes ein halbes Jahr vor dem Geburtstag Jesu gefeiert. Die besonderen Umstände seiner Geburt schildert Lukas im ersten Kapitel seines Evangeliums: die Unfruchtbarkeit Elisabets, die im Alter doch noch Mutter wird; der Unglaube des Vaters Zacharias und sein Verstummen, das sich schließlich in der Nennung des Namens Johannes löst und in den Lobpreis Gottes mündet. Der Name Johannes bedeutet „Gott ist gnädig“. Die Nähe zu Jesus, der sich von Johannes im Jordan taufen lässt, prägt das Leben des Täufers, von dem Jesus einmal sagte: „Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer.“ (Mt 11, 11) Johannes aber, der vor seinem öffentlichen Auftreten als Bußprediger eine Zeit lang in der Wüste lebte, sah seine Rolle im Blick auf Jesus so: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.“ (Joh 3, 30) Zu Beginn der öffentlichen Wirksamkeit Jesu schickte Johannes seine Jünger zu Jesus mit dem Hinweis: „Seht, das Lamm Gottes!“ (Joh 1, 36) Durch König Herodes Antipas, der den lästigen Mahner leid ist, weil er offen dessen zweite Heirat angeprangert hatte, wird Johannes ins Gefängnis geworfen. Einer Laune des Herrschers zufolge wird der Täufer für sein kompromissloses Eintreten im Dienste Gottes schließlich enthauptet. Das Gedächtnis seines Todes begeht die Kirche am 29. August. 

Brauchtum

Der Johannestag war bereits im Mittelalter ein wichtiger Feiertag, der mit Wallfahrten, Volksfesten und Prozessionen begangen wurde. Ein wichtiger Brauch ist dabei das Johannisfeuer, das am Vorabend des 24. Juni abgebrannt wird. Zusätzlich gibt es regional den Johannestanz um oder über das Feuer, um "böse Geister" auszutreiben. An dieser Tradition wird deutlich, dass das Fest des 24. Juni ursprünglich nichts mit dem Heiligen zu tun hatte, sondern ein heidnisches Fest war, das zur Sonnenwende begangen wurde. In manchen Regionen wird auch das Johanniskraut zu Kränzen gebunden und geweiht, ein Gewächs, das gegen Blutungen und offene Wunden, aber auch gegen Magen- und Leberkrankheiten hilfreich sein soll. Schließlich gibt es noch den Brauch, dass man am Johannestag Wasserspender und Brunnen besonders festlich schmückt. 

Name

Johannes ist hebräisch und heißt "Der Herr ist gnädig".

Darstellung

Dargestellt in einem Mantel aus Kamelhaar mit Kreuzstab, Lamm und Taufschale. 

Patron

Johannes der Täufer ist Patron der Lämmer, Schafe, Haustiere, Hirten, Färber, Gerber, Kürschner, Schneider, Sattler, Bauern, Winzer, Gastwirte, Fassbinder, Musiker, Sänger, Tänzer, Kinobesitzer, Architekten, Steinmetze, Maurer, Zimmerleute, Kaminkehrer, Schmiede, der Weinstöcke, der Abstinenten. Gegen Epilepsie, Kopfweh, Schwindel, Kinderkrankheiten, Heiserkeit, Angst und Hagel. Er ist weiterhin Patron von Malta, Burgund, Florenz, Amiens und der Provence sowie der Karmeliter und der Johanniter.

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