09./10.06. | Jahreskreis | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Pfingsten

Am Pfingsttag feiern wir die Sendung des Heiligen Geistes, den Geburtstag der Kirche. Die Apostelgeschichte (2, 1–11) spricht davon, dass das erste Pfingstfest an einem der großen jüdischen Wallfahrtsfeste, dem „Wochenfest“ (Schavuot), stattfand. Als Erntedank für die Weizenernte wurde dieser Tag später auch zur dankbaren Erinnerung an den Bundesschluss Gottes mit seinem Volk und die Übergabe der Zehn Gebote am Sinai. Da das jüdische „Wochenfest“ am 50. Tag nach dem Pesachfest gefeiert wurde, wird deutlich, dass Pfingsten zu Ostern gehört. Es vollendet das Ostergeheimnis und bildet den Abschluss der Osterzeit. Für die Jünger ist mit dem Kommen des Geistes die verheißene messianische Zeit (vgl. Joël 3, 1–3) angebrochen. Sie leben in diesem Bewusstsein und verstehen auch die missionarische Tätigkeit der jungen Kirche als vom Heiligen Geist gewirkt. 

Pfingsten feiern heißt, sich neu mit der Kraft des Geistes Gottes erfüllen lassen, damit er durch uns die Welt neu gestalten kann. 

Der Pfingstmontag, der nicht in allen Ländern Feiertag ist, wird in den deutschen Diözesen deutlicher an das Pfingstfest angebunden, indem die Messtexte von Pfingsten oder eine Votivmesse zum Heiligen Geist vorgesehen sind. So soll das Festgeheimnis stärker betont werden.

Name

Der Name leitet sich vom griechischen "Pentekoste" her. Dies bedeutet "50. Tag".

Novenen

Nach dem Vorbild der Apostel, die um die Sendung des Heiligen Geistes baten, entwickelten sich in der Volksfrömmigkeit neuntägige Andachten – die so genannten "Novenen" – zur Vorbereitung auf ein wichtiges Ereignis oder zur Abwehr von Not und Gefahr. Seit der Neuordnung des Kirchenjahres in Folge des Konzils wurde die private Pfingstnovene in der offiziellen Liturgie beheimatet. Die Liturgie der Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten soll auf die Herabkunft des Heiligen Geistes vorbereiten. 
Die Liturgie sieht am Pfingsttag die Sequenz "Veni Sancte Spiritus" (Komm, heilger Geist) vor. Dieser Zwischengesang gehört zu den vier Sequenzen (neben Pfingsten noch an Ostern, Fronleichnam und am Fest Mariä Schmerzen), die nach der Liturgiereform noch beibehalten wurden. Die Pfingstsequenz, die Stephan Langton (um 1150-1228) zugeschrieben wird, ist eine lateinische Dichtung, mit der die Gemeinde den Heiligen Geist um Beistand bittet.

Taube als Symboltier

Zum Symbol von Pfingsten wurde seit dem Barock verstärkt die Taube – ein Symboltier, dessen Ansehen bis heute sehr gelitten hat, wie Becker-Huberti meint: Der "Vogel der Könige" sei erst zur Brieftaube des kleinen Mannes und schließlich in unseren Großstädten zur "Ratte der Lüfte" geworden. Zur Zeit des Barock hingegen war die Taube als Symbol des Heiligen Geistes beliebt. Vor allem Hospize und Hospitäler wurden gerne "Zum Heiligen Geist" genannt. Die Taube galt als Erkennungszeichen praktizierter Nächstenliebet. Auch in der Pfingstliturgie kam die Taube vor: Früher wurde eine lebende oder auch eine hölzerne Taube als Symbol des Heiligen Geistes in die Kirche beim Gottesdienst herabgelassen. 

Brauchtum

Liturgienahes religiöses Brauchtum zu Pfingsten hat sich kaum ausgebildet. Es gibt eher jahreszeitliche Bezüge.

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