28.04. | Jahreskreis | Pfarrgemeinde Herz Mariae

„Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.“

„Dem Tapferen sind Glück und Unglück wie seine rechte und linke Hand, er bedient sich beider.“ 

Katharina von Siena

Katharina von Siena

Leben

Geboren am 25. März 1346 in Siena, gestorben am 29 April 1380 in Rom

Katharina wurde als 24. von 25 Kindern der Färberfamilie Benincasa in Siena geboren. 

Sie erlebte eine religiös wie politisch unruhige Zeit, in der die Päpste seit 1309 von Avignon aus die Kirche leiteten. Dem Wunsch der Eltern, sie mit zwölf Jahren zu verheiraten, widerstand sie und trat stattdessen mit 16 Jahren den Dominikaner-Terziarinnen von Siena bei. Bereits als Kind hatte sie eine erste Vision, in der sie Christus und mit ihm die Apostel Petrus, Paulus und Johannes erblickte. Nach einer weiteren Vision Christi begann sie, öffentlich zu religiösen, politischen und gesellschaftlichen Fragen Stellung zu beziehen, was für eine Frau damals äußerst  ungewöhnlich war. In ihrer tiefen kirchlichen Verbundenheit sparte sie auch nicht mit Kritik an Kirche und Papst, wenn ihr das notwendig erschien. 

Obwohl noch sehr jung, wurde sie mehr und mehr zu einer gefragten Ratgeberin, sowohl für Fürsten als auch für Bischöfe und für den Papst. Ihrem unermüdlichen Einsatz für die Einheit der Kirche ist es zuzuschreiben, dass Papst Gregor XI. aus Avignon nach Rom zurückkehrte. Sie unterstützte während des Abendländischen Schismas (1378) den rechtmäßigen Papst Urban VI. und rief dazu auf, ihn anzuerkennen. Obwohl sie selbst erst spät schreiben lernte, sind 381 Briefe von ihr erhalten, die sie Schreibern diktierte, in denen sie immer wieder zum Frieden aufruft. Die theologisch sehr dichten Texte haben wohl ihren Ruf als Kirchenlehrerin mitbegründet. Was der Öffentlichkeit weitgehend verborgen blieb, waren ihre mystischen Erfahrungen und die Wundmale Christi, die sie am 1. April 1375 vor einem Kreuz in Pisa empfing. 

Im Alter von 33 Jahren starb Katharina von Siena am 29. April 1380 in Rom. Die Heiligsprechung erfolgte 1461. 

Die heilige Katharina empfängt die Wundmale, Domenico Beccafumi, 1515
 

Name

Katharina kommt aus dem Griechischen und bedeutet "die Reine".

Patronin

Nachdem Katharina 1939 zur Schutzpatronin für Italien und Rom ernannt wurde, nahm Papst Paul VI. sie 1970 in den Kreis der Kirchenlehrerinnen auf. Papst Johannes Paul II. ernannte sie 1999 zur Mitpatronin Europas, zusammen mit Birgitta von Schweden und Edith Stein. Außerdem ist Katharina Patronin der Sterbenden, der Wäscherinnen und wird zur Abwehr von Feuer, Kopfschmerzen und Pest angerufen.

Seit dem Jahr 2000 wurde aus ihrem Gedenktag für Europa liturgisch ein Festtag.

Reliquien

Katharinas Leichnam ist in der Dominikanerkirche Santa Maria sopra Minerva in Rom in einem Glasschrein aufbewahrt. Ihr Körper war, als er 1430 exhumiert wurde, noch unversehrt erhalten. Mit päpstlicher Erlaubnis wurden Reliquien entnommen; zum letzten Mal 1855 , als ihre Überreste immer noch erstaunlich gut erhalten waren. 

In der Basilika San Domenico in Siena werden in einem Marmor-Ziborium ein in Silber gefasster Finger und der Kopf der Heiligen aufbewahrt. 

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