24.02. | Jahreskreis | Herz Mariae

Heiliger Matthäus

Leben

Geboren im 1. Jahrhundert, gestorben im 1. Jahrhundert, vermutlich in Äthiopien oder Persien.

Die Apostelgeschichte (1, 15–26) berichtet, dass Matthäus oder Matthias durch Los in das Apostelkollegium berufen wurde, um an die Stelle von Judas Iskariot zu treten. Der Überlieferung zufolge missionierte Matthäus zunächst in Judäa und später in verschiedenen heidnischen Gebieten bis nach Äthiopien. Über sein weiteres Leben gibt es keine genaueren Berichte. Er soll um das Jahr 63 den Tod erlitten haben, wobei es verschiedene Überlieferungen darüber gibt, wie er zu Tode kam. 

Zu Beginn des vierten Jahrhunderts sollen die Gebeine des Apostels durch den Trierer Bischof Agritius im Auftrag der Kaiserin Helena als Geschenk nach Trier gebracht worden sein. Seit 1127 werden sie in der dortigen Basilika der Benediktinerabtei St. Matthias bis heute verehrt, z.B. auch durch traditionelle Matthias-Wallfahrten, die von Matthias-Bruderschaften durchgeführt werden. 

Bei der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde der Festtag auf den 14. Mai verlegt, wird aber im deutschen Sprachraum weiter am 24. Februar gefeiert. Das Matthiasgrab ist das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen.

Brauchtum

Von der Arbeit als Zöllner ist der auch heut noch gebräuchliche Spruch "Bei ihm ist Matthäi am letzten" abgeleitet; eine Andeutung, dass jemand in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Früher galt der Festtag des Heiligen im bäuerlichen Kalender als eigentlicher Herbstanfang. 

Name

"Matthäus" ist hebräisch und heißt "Geschenk Gottes". 

Darstellung

Als Apostel mit Buchrolle, mit einem Engel oder einem Menschen als Evangelistensymbol. 

Patron

Matthäus ist Patron der Bankangestellten, Finanz-, Steuer- und Zollbeamten, der Geldwechsler und Buchhalter sowie gegen Trunksucht.

Vermutlich unter Vermittlung von Caravaggios Gönner, Kardinal Francesco Maria Bourbon Del Monte, erhielt dieser den Auftrag für das Gemälde "Die Berufung des Matthäus" sowie für zwei weitere für die Cappella Contarelli etwa 1597/1598. Als Altarbild wurde eine Darstellung des Schreibenden Matthäus mit dem Engel bestellt, als rechtes Seitengemälde eine Darstellung des Martyrium des Hl. Matthäus und als linkes Seitengemälde die Berufung des Hl. Matthäus. Das Gemälde mit dem schreibenden Matthäus stellt den Evangelisten Matthäus dar, die anderen beiden den Apostel Matthäus. 

Nach damaligem Verständnis waren Apostel und Evangelist identische Personen, nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen handelt es sich jedoch um zwei verschiedene Personen.