Weltgebetstag | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Mehr als gelungen – Weltgebetstag 2018

„Gottes Schöpfung ist sehr gut."

WGT 2018-Titelbild

Mit diesem Vers aus Genesis 1,31 luden Frau­­en unserer Gemeinde Herz Mariae gemeinsam, ökumenisch, mit den evangelischen Gemeinden „Erlöserkirche“ und „Jungfernkopf“ zur Feier des Welt­­ge­bets­­tags am zweiten März in unsere Kirche ein.

Sie lenkten den Blick auf Surinam, das kleinste Land Südamerikas. Es liegt im Nordosten des Kontinents zwischen Regenwald und Atlantikküste, umrahmt von den Staaten Guyana im Westen, Brasilien im Süden und Französisch-Guayana im Osten.

Synagoge und Moschee

In Surinam leben verschiedene Religionen nebeneinander: In der Hauptstadt Paramaribo steht die Synagoge direkt neben der Moschee.

Karte Surinam
 

„Goedenavond, alle anwesenden, die de wereldgebedsdag met als thema Suriname bijwonen, heet ik van harte welkom. Omdat mijn moedertaal nederlands is, en de meeste Surinamer nederlands spreken, mag ik deze avond beginnen met enkele gegevens over het land te vertellen.“ Dies war niederländisch – So begann die Begrüßung: Surinam ist nämlich ein junger Staat. Erst 1975 wurde das frühere Niederländisch-Guayana unabhängig. Die Verbindung zur ehemaligen Kolonial­macht ist noch eng. Niederländisch ist bis heute die Amtssprache.

Dies war niederländisch.
 
Begrüßung auf niederländisch...
... und deutsch
Die Frauen des Weltgebetstags
Mei Ling
 

Stellvertretend wurden zunächst einige Frauen aus Surinam vorgestellt, etwa

Arawak_Frau
Maroons-Frau
Chinesin
Kreolin
Burin
Hindustani
 

Mei Ling, Nachfahrin der chinesischen Vertragsarbeiter, die nach dem Ende der Sklaverei 1863 als immer noch „versklavte“ Arbeitskraft für die Plantagen Surinams angeworben wurde.

oder Carolinam, die Kreolin mit europäischen und afrikanischen Wurzeln. Ihre Sprache, das Sranan Tongo, ist heute die Umgangssprache Surinams.

Willemien, die Burin, gehört zu den Nachfahren der holländischen Siedler, die bis 1975 die politischen Geschicke des Landes bestimmten. 

Shanti, eine Hindustani, ist eine Nachfahrin der Inder, die heute rund 30 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

Kartini steht für die Javanesen, die aus Indonesien nach Surinam kamen. Sie machen etwa 15 Prozent der Bewohner aus. Unter ihnen gibt es Christinnen und Christen aber auch Muslime. Surinam ist das einzige Land Südamerikas mit auch muslimischer Bevölkerung.

In den Städten Surinams arbeiten viele Frauen auf der Straße. Industrie gibt es kaum. Das Leben der Frauen ist beschwerlich, Bildungschancen gibt es wenige. Weiterführende Schulen sind kaum erreichbar. Teenager-Schwangerschaften sind keine Seltenheit. Finanzielle Unterstützung? Fehlanzeige.

Im Anschluss brachten Kinder die die Schöpfungserzählung aus dem Buch Genesis  (1. Mose) zu Gehör. Dies wurde schauspielerisch untermalt, indem sie etwa, als die Erde „noch leer und öde“ war, orientierungslos umherirrten, und, als „Licht entstand“, die Kerzen am Altar entzündeten. Als sich „das Wasser unter dem Himmelsgewölbe … an einer Stelle sammelte, damit das Land hervorträte“, ließen sie Wasser aus einer Kanne in eine große Schüssel plätschern und gossen die Pflanzen, als „frisches Grün aufspross“. Die „Lichter des Himmels“ waren Taschenlampen… Bei „jeder Art von Vögeln und geflügelten Tieren“ kamen Schmetterlinge zum Einsatz – und „was auf der Erde kriecht“? Selbstverständlich Mäuse… Um sich des „Abbildes von uns, das uns ähnlich ist!“ zu vergewissern, wurde in den Spiegel geschaut, um sich danach, „als Gott sein Werk vollendet hatte“, langsam in Zeitlupe hinzulegen und die Augen zu schließen und zu ruhen.

Es war alles sehr gut.

Leer und öd
Licht strahlt auf!
Licht entstehe!
Sonnenuntergang
 
Wolken
Der zweite Tag.
Meer
Blumen Surinams
 
Der dritte Tag.
Sonne und Mond
Kröte
Papagei
 
...und jede Art von geflügelten Tieren
Tiger
Mäuse...
Die Erschaffung Adams
 
Spiegel
Nahrung: Samen und Früchte
Affe mit Banane
Der siebte Tag.
 
 

Nun folgte der kritische Teil. Neben dem sozialen, ist das ökologische Gleichgewicht Surinams sehr in Gefahr; so führt beispielweise illegales Goldschürfen zu einer erheb­lichen Belastung der Gewässer mit Quecksilber. Surinams Küsten sind verschlickt vom Schlamm, den der Amazonas mitbringt. Dort wachsen große Mangrovenwälder (fast 90 Prozent des Landes bestehen aus Regenwald), die  durch den steigenden Meeresspiegel zunehmend bedroht sind. Auch die Anwohner nutzen das Holz…  Ein besonderes Problem sind die im ganzen Land herumliegenden Plastikflaschen.

Strand bei Albina
Brandrodung
Holzabbau
Plastikflaschen
 

Meditativ wurde sich gefragt: Wie können wir für die Erde und das Leben sorgen? Ohne leere Versprechungen. Eigene Ideen waren gefordert...


Und Gott sah alles an, was geschaffen war, und sah:
Es war alles sehr gut!
Gott schaut – und die Erde lebt aus Gottes Blick.
Gott sieht – Gott sieht auch dich.
Gott sieht dich als Teil dieser Schöpfung.
Du bist geschaffen nach Gottes Bild.
Alles, was ist, gehört zusammen.


Du gehörst zu dieser Erde, zu ihrer strahlenden Schönheit,
zu ihrer reichen Vielfalt, auch zu ihren Wunden:
zum Schmerz der verwüsteten Hügel, der abgeholzten
Wälder, des vergifteten Wassers.
Die Erde lebt aus Gottes Atem.
Atme auch du mit den Rhythmen und dem Lebenspuls der
Erde.
Wie kannst du dich neu darauf einlassen?
Wie kannst du für die Erde und das Leben sorgen?

 
Leonardo da Vinci - Salvator Mundi
 
Plastikflaschen
Mehrweg statt Einweg

Mehrweg statt Einweg, Putzlappen statt Küchenrolle, Stoffbeutel statt Plastiktüte, Recyclingpapier,

Vorsätze

Papier beidseitig bedrucken, Mülltrennung bzw. Vermeidung, keine Coffe-to-go-Becher, Finger weg von Aluminium!

 

Alles tun, was ihr wollt, das euch die Menschen tun, das sollt auch ihr ihnen tun!“

„Ihr seid das Salz der Erde… Ihr seid das Licht der Welt!“

„Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen.Ich bin nackt gewesen, ihr habt mich gekleidet.“

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“...

 
Schlupfloch der Natter
Psalm 90

Die Kinder beantworteten nun Fragen dazu, was ihre persönlichen Qualitäten ausmachen in dieser Welt… 

...als Ressourcen für die Übernahme von Verantwortung.

 „Unser Leben währt“ ja schließlich laut Psalm 90 „siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, achtzig" Jahre. 

Was wollen sie tun, wenn sie 20, 30, … 50, … 80 Jahre alt sind?

Schönes tun.

Die Zeit nutzen!

 

Wer bist DU? Wer ist Dein Vorbild? Welches ist Dein Lieblingsbuch? Was tust Du gern? Was schätzen andere an dir? Was kannst Du ganz besonders gut? Was bedeutet „Freiheit“ für dich? Was bedeutet „Verantwortung“ für dich?

 
Baum - Surinam
Rubens zeigt 10 Gebote

Auch die Frauen erklärten später: Sich anspornen lassen und keine unnötigen Versprechungen machen…, 

gegen Nachlässigkeit, und immer wieder über Gottes Schöpfung staunen! Stets einen neuen Anfang suchen.

"Damit ein Anfang ist, wurde der Mensch geschaffen."

Augustinus Aurelius

 
Gott segne und behüte uns.
Erdball
Schmetterlinge und Vogelzwitschern
 

Die Veranstaltung war geprägt von einer friedlichen, freundlichen, fröhlichen, entspannten, positiven Atmosphäre. Nicht zuletzt trugen die einstudierten Lieder mit Klavierbegleitung nach surinamischen Rhythmen maßgeblich dazu bei.

Mädchen - Surinam
 

- Mehr als gelungen!

CS

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