Das war los | Firmung 2019 | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Das Firmwochenende in Duderstadt

8. - 10. Februar 2019

Das Firmwochenende begann am Freitag, dem 8. Februar, am Busbahnhof Wilhelmshöhe. Wir sind gemeinsam mit dem Bus nach Duderstadt gefahren, wo wir das Wochenende verbracht haben. Nach dem Abendessen und dem Beziehen der Zimmer wurden Spiele gespielt, um sich gegenseitig kennenzulernen.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück haben wir den Text „Wer bin ich?“ von Dietrich Bonhoeffer besprochen, um uns dem Thema Selbstfindung anzunähern. Dietrich Bonhoeffer war ein protestantischer Pfarrer und Prediger, der gegen die Nazis gewirkt hat. Im Konzentrationslager hat er bis zu seinem Tod theologische Lieder und Gedichte verfasst.

Wer bin ich

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,

ich träte aus meiner Zelle
gelassen und heiter und fest

wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,

ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,

als hätte ich zu gebieten.  

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,

ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
wie einer, der Siegen gewohnt ist.

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?

Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß? 
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig, 
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle, 
hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen, 
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe, 
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung, 
umgetrieben vom Warten auf große Dinge. 
Ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne, 
müde und zu leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen, 
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen? 

Wer bin ich? Der oder jener?

Bin ich denn heute dieser und morgen ein anderer?  

Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler 
und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling? 
Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer, 

das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.  

Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

Dietrich Bonhoeffer

 

Anschließend wurde jedem eine Perle gegeben, die die Seele eines Menschen symbolisiert, da Perlen im inneren von Muscheln verborgen sind, genauso wie die Seele in einem Menschen. Danach haben wir in vier kleineren Gruppen über die Selbstfindung gesprochen. Nach der Mittagspause, die wir mit gemeinsamen Aktivitäten, wie Tischtennis spielen und Kickern verbracht haben, wurde in den Kleingruppen bearbeitet, welche Fragen wir Gott stellen würden, und was wir ihm sagen würden, wenn wir ihn träfen. Die Ergebnisse wurden dann den anderen Gruppen vorgestellt.

In der Bibel werden viele Namen für Gott genannt. Jeder sollte sich aus 36 verschiedenen Namen die zehn aussuchen, die ihm persönlich am Wichtigsten erscheinen. Die Namen beschreiben Eigenschaften, wie zum Beispiel „Beschützer“ und „Allmächtiger“. Anschließend haben wir dem Rest der Gruppe erklärt, wieso uns die Eigenschaften, die wir gewählt haben, wichtig erscheinen. Darauffolgend haben wir zusammen erarbeitet, welche fünf Namen der gesamten Gruppe wichtig erscheinen.

Am Sonntagmorgen haben wir den anderen Gruppen die Ergebnisse der letzten Gruppenarbeit vorgestellt.

Zum Abschluss haben wir gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Das Evangelium handelte davon, wie Jesus Petrus zu einem „Menschenfischer“ macht. Jesus bringt Petrus dazu, obwohl dieser an jenem Tag keine Fische gefangen hatte, noch einmal auf den auf den See zu fahren, um zu fischen. Wider Erwarten fangen sie viel. Anschließend hält Jesus eine Predigt vom Fischerboot. 

» Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! « 

Lk 5,3-4

Nach unserem Gottesdienst folgten das Mittagessen und die Rückreise nach Kassel. Das Firmwochenende war eine schöne Zeit. Ich habe neue Kontakte geknüpft und Erfahrungen gesammelt.

Julius Striegel

(noch) 13 Jahre

Wir Firmlinge waren in Häusern mit je 3 Zimmern für jeweils 2-3 Personen untergebracht. In verschiedenen Arbeitsgruppen habe ich einige nette Leute kennengelernt, auch das gefiel mir gut.

Der Gesprächskreis "Wie stelle ich mir Gott vor" hat mich besonders interessiert; dass wir ein Firmbuch ausgeteilt bekamen, welches wir selbst gestalten können und mit Texten und Bildern füllen, findet auch mein Interesse. Übrigens fanden wir alle gut, dass wir auch mal einkaufen gehen durften. Das alles machte das Wochenende lohnend.

Johannes

14 Jahre

Für mich begann das Firmenwochenende an einem verregnetem, kaltem Freitag am Busbahnhof. Ich stand ein bisschen verloren neben einer Gruppe voller fremder Menschen. Anders als die meisten, kannte ich eigentlich keinen aus dieser Gruppe. Im allgemeinem war ich sehr skeptisch gegenüber diesem Wochenende; ich dachte an eine Menge zähen Religionsunterricht und Leute die sich untereinander alle schon kannten. Zum Glück hat mich ein Mädchen angesprochen, das schon beim allererstem Vorbereitungstreffen genauso hilflos neben den festen Grüppchen stand wie ich und sich schon damals zu mir gestellt hat.  

Und schon hatte ich eine neue Freundin getroffen. Im Bus bin ich dann auf einen Bekannten aus meiner Kommunionzeit gestoßen Auch wenn wir gemeinsam Kommunion gemacht hatten, hatte ich vorher absolut keinen Kontakt zu ihm; eigentlich schade denn wir haben uns dann gut verstanden. 

Nach einiger Zeit im Bus und vielen Runden Mau Mau, kamen wir schließlich an. Die Unterkunft war sehr schön, wir haben in einzelnen Häusern gewohnt. Ich habe mir ein Zimmer mit meiner neuen Freundin geteilt und ein Bad mit zwei weiteren netten Mädchen. Am Abend haben wir noch eine Weile in der großen Gruppe gesessen und Kennenlern-Spiele gespielt. Schließlich habe ich die Zeit bis zur absoluten Bettruhe mit den Mädchen aus meiner Wohnung verbracht. 

Am nächsten Tag haben wir angefangen, uns mit Gott zu beschäftigen. Mich hat erstaunt dass es gar nicht so viel um Gott und alles ging sondern mehr um die Frage, wer bin ich eigentlich? Wir haben in Kleingruppen gearbeitet, ich war in einer Gruppe mit meinen neuen Freunden, was für sehr viel Vertrauen in der Gruppe gesorgt hat.

Wir haben ein blaues Buch bekommen, in das wir alles möglich geschrieben haben und das uns auf dem weiter Weg der Firmvorbereitung begleiten soll. Also haben wir einige Zeit in unseren Kleingruppen gearbeitet, es war sehr locker und wirklich interessant. In den Phasen, in denen wir Pause hatten, habe ich meine Zeit mit meiner Gruppe und sehr viel Tischtennis verbracht.

Am nächstem Tag ging es dann nochmal mehr um Gott und was Gott für uns ist, auch wieder wie ich finde ein sehr spannendes Thema. Sonntag haben wir morgens dann noch einen Gottesdienst in unserem Speisesaal gehabt. Und dann stand auch schon die Abfahrt wieder bevor. 

Ich fand diese Wochenende wirklich schön, es herrschte die ganze Zeit eine angenehme Atmosphäre und vorallem habe ich tolle neue Leute kennen gelernt. Es freut mich auch das dieser neue Freundeskreis scheinbar Potential hat auch über das Wochenende bestehen zu bleiben. Wir haben uns erst letztes Wochenende nocheinmal getroffen um etwas zusammen zu unternehmen. 

Justina Koucal

15 Jahre

 

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Das Wochenende war der Start!

Mehr zu Konzept, Inhalt und Terminen der Firmvorbereitung 2019 findet Ihr in Kürze

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