Erstkommunion 2019 | Pfarrgemeinde Herz Mariae
Wir!
 

GLAUBE HOFFNUNG LIEBE

Familienwochenende der Erstkommunionkinder 2019

Vom 01. bis 03. März 2019 fand wieder das Familienwochenende der Kommunionkinder mit ihren Eltern und Geschwistern statt.

mit Sarah Aufenanger | Senta Bauer | Marion Rauch-Spohr | Markus Steinert | Christine Striegel

Das Familienwochenende 2019 stand unter dem Motto Glaube Hoffnung Liebe. Man kann es aber auch unter dem Thema heil(ig) werden zusammenfassen. - Zurüstung…

Das Wochenende begann, wie in jedem Jahr, mit einem gemeinsamen Abendessen. Paula Aufenanger trug den Familien, als Nachklang zum Brotbacknachmittag des vorausgegangenen Donnerstags, dazu ein Gedicht von Wilhelm Busch (1832 - 1908) vor:

Das Brot

Er saß beim Frühstück äußerst grämlich,
Da sprach ein Krümchen Brot vernehmlich:

Aha, so ist es mit dem Orden

Für diesmal wieder nichts geworden.
Ja, Freund, wer seinen Blick erweitert
Und schaut nach hinten und nach vorn,
Der preist den Kummer, denn er läutert.
Ich selber war ein Weizenkorn.
Mit vielen, die mir anverwandt,
Lag ich im rauhen Ackerland.
Bedrückt von einem Erdenkloß,
Macht ich mich mutig strebend los.
Gleich kam ein alter Has gehupft
Und hat mich an der Nas gezupft;
Und als es Winter ward, verfror,
Was peinlich ist, mein linkes Ohr;
Und als ich reif mit meiner Sippe,
O weh, da hat mit seiner Hippe 
Der Hans uns rutschweg abgesäbelt
Und zum Ersticken festgeknebelt

Und auf die Tenne fortgeschafft,

Wo ihrer vier mit voller Kraft 

In regelrechtem Flegeltakte

Uns klopften, daß die Schwarte knackte.
Ein Esel trug uns nach der Mühle.
Ich sage dir, das sind Gefühle,
Wenn man, zerrieben und gedrillt
Zum allerfeinsten Staubgebild,
Sich kaum besinnt und fast vergisst,
Ob Sonntag oder Montag ist.
Und schließlich schob der Bäckermeister,
Nachdem wir erst als zäher Kleister
In seinem Troge bass gehudelt,
Vermengt, geknetet und vernudelt,
Uns in des Ofens höchste Glut.
Jetzt sind wir Brot. Ist das nicht gut?
Frischauf, du hast genug, mein Lieber,
Greif zu und schneide nicht zu knapp
Und streiche tüchtig Butter drüber
Und gib den andern auch was ab.

Wilhelm Busch (1832 - 1908)

 

Es folgte, nachdem die Familien ihre Räumlichkeiten bezogen hatten, die Begrüßung durch Pfarrer Markus Steinert und die Vorstellung des Programms im Veranstaltungssaal: Organisatorisches, Grundregeln für das Seminar… wie in jedem Jahr. In der Zwischenzeit waren auch die Nachzügler, die noch das Lebkuchenbrot des Brotbacknachmittags im Rahmen des Gottesdienstes zum Weltgebetstag übergeben hatten, eingetroffen und verköstigt worden.

Die Eltern hatten im Vorfeld eine Hausaufgabe bekommen, nämlich ein Bild zu malen über sich als Familie: Was ihnen „heilig“ sei an ihren Nächsten, speziell an ihrem Kommunionkind – eben was ihnen alles andere als alltäglich erscheine. - Heilige sind jene außergewöhnlichen Menschen, die, voller Liebe, Energie und Gestaltungskraft, in Demut, ihren Weg in der Nachfolge Jesu gegangen sind. Doch: Heilige gehen und gingen denselben Weg wie wir selbst, mit allen Möglichkeiten. So hatten wir es im ersten gemeinsamen Gottesdienst zum Pfarrfest im August 2018 festgestellt: Heilige sind ein Stück weiter gegangen - zu Gott - als wir; mit demselben Potenzial wie alle Christen. Die Ergebnisse des Herausgefundenen, dazu forderte Christine Striegel die Eltern auf, wurden im Rahmen der Vorstellrunde präsentiert.

Elternzeichnung
Elternzeichnung
Elternzeichnung
Elternzeichnung
 

Im nächsten Schritt galt es, das Heilige allgemeiner, abstrakter, festzustellen. Dazu verteilte Pfarrer Markus Steinert die Abbildung eines Glasfensters der Kirche Heilig Geist in Vellmar. Geschaffen hat es, wie viele andere Kirchenfenster im Bistum Fulda auch, die Künstlerin Agnes Mann (1907–1994): Sie konturierte ihre spannungsreichen und dennoch harmonischen, bleigefassten Fenster mit Schwarzlot, um die Wirkungen der Bildinhalte expressiver herauszuarbeiten. Moses ist in diesem Fenster zu sehen, vor dem brennenden Dornbusch. Die Flammen dienen als Sinnbild für das „Heilige“; denn es hat in der Familie, über das Profane hinaus, Bestand. 

Moses Berufung | 2.Mose 3,2-8

Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde. Da sprach er: Ich will hingehen und diese wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt. Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land! Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. Und der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Geschrei über ihre Bedränger habe ich gehört; ich habe ihre Leiden erkannt. Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie aus diesem Lande hinaufführe in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.

Agnes Mann: Glasfenster in Heilig Geist/Vellmar | © M. Steinert
Einfach wunderbar - das gefundene Heilige... ©. Striegel
 

Welches Erstaunliche oder Positive begegnet uns? Welche sind ganz besondere Begabungen? Die Antworten trugen gleichsam Idealvorstellungen in sich…

Das Heilige in den Flammen
Das Heilige in den Flammen
Das Heilige in den Flammen
Das Heilige in den Flammen
Das Heilige in den Flammen
Das Heilige in den Flammen
Das Heilige in den Flammen
Das Heilige in den Flammen
 

Danach wurden Spiele gespielt, um sich gegenseitig kennenzulernen und vor allem, um sich beim Namen nennen zu können. Vorbereitet hatten diese lustigen Runden die jugendlichen Betreuerinnen Paula, Olivia und Julius.

 
Spielrunde
Paula und Michael Aufenanger
 

Die musikalische Begleitung des zwischendurch Gesungenen gestalteten Paula, sehr fröhlich, und ihr Vater Michael.

Paula, Olivia, Julius (mit Charlotte)
Entspannung, auch im Liegen
 

Die "Drei" sorgten dann aber auch für einen ruhigen, besinnlichen Ausklang des ersten Abends. Olivia moderierte die Meditation.

 

Paula, Olivia und Julius mussten auch am nächsten Morgen wieder als Erste „ran“, bzw. wollten es natürlich. Den zeitig aufgestandenen Familien weckten sie die Sinne: Hören; denn Aufeinander hören und zuhören können sind wichtige Eigenschaften für den Tag, wie auch das einander Sehen und Erkennen wichtig ist. Mit der Nase riechen wir nicht nur, sondern holen Luft, um zu leben. Mit den Händen betasten, berühren wir und be-greifen die Welt. Mit den Füßen be-gehen wir die Welt. Smarties weckten, drei Tage vor dem Rosenmontag, den Geschmackssinn; im Anschluss wurde gemeinsam gefrühstückt.

Christine Striegel „nahm“ nun, begleitet von Steinert/Aufenanger/Bauer, mit den Kommunionkindern „Das Abendmahl“ „durch“, anhand des berühmten Gemäldes von Leonardo da Vinci (enstanden 1494 bis 1497) und, ausführlicher, anhand eines Gemäldes von Tintoretto (1593). Jenes ist also nahezu exakt 100 Jahre später entstanden und weist erhebliche Unterschiede in der Darstellung derselben Szene auf.

Das Abendmahl

Leonardo da Vinci

Das Abendmahl, Leonardo da Vinci,


- Mit dem letzten Mahl hatte Jesus die Eucharistie eingesetzt, als er mit den zwölf Aposteln das Passahmahl feierte, vor seinem Kreuzestod in Jerusalem. Das Passahfest, auch Pessachhest, erinnert die Juden an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei. 

In beiden Bildern ist Judas Iskariot für die Kinder deutlich auszumachen gewesen, derjenige Jünger, der Jesus „überliefern“, nach Lukas „verraten“ wird. Beim Evangelisten Markus kündigt Jesus, ohne Judas beim Namen zu nennen, an, dass einer unter seinen Jüngern sei, der diese Tat begehen werde.  

 

Das letzte Abendmahl

Jacopo Tintoretto

Jacopo Tintoretto, Das letzte Abendmahl, 1593


Im Gemälde Tintorettos findet sich auch eine Schüssel mit Wasser. Während des letzten Abendmahls wusch Jesus seinen Jüngern die Füße. Das Tuch, mit dem er sie trocknete, liegt schon bereit. Jesus wollte damit zeigen, dass auch die Jünger untereinander zum Dienen bereit sein müssen. Bei Tintoretto sind auch andere Gäste, der damals neuen Zeit, dabei. Bettler finden sich sogar unmittelbar mit an der Tafel. Alle bestrahlt vom Lichte Jesu. Ein deutlicher Hinweis auf uns (alle) heute. – Das verstehen Kinder sofort.

 

Warum bin ich hier? | Ich und mein Glaube

Marion Rauch-Spohr sprach parallel dazu mit den Eltern über „Gottesbilder“ und „Glaubensvorstellungen“. Mit Hilfe von Bildern aus der Natur wurde die Frage erörtert, welche Motivation die Eltern zu der Teilnahme ihrer Kinder an der Heiligen Kommunion überhaupt bewege. In Kleingruppen wurde diese Frage erörtert und in einem Zwischenergebnis vorgestellt. Unterschiedliche Beweggründe waren zum Beispiel: Teilhabe an der Gemeinschaft Christi ermöglichen, Vermittlung des Glaubens, weil die Teilnahme erwartet wird, Zwang, ein schönes Fest, ein wertvolles Ritual, Möglichkeit zur Reflexion über den eigenen Glauben…

Die Gruppe mit den Geschwisterkindern erkundete derweil das Gelände.

Die zweite Einheit des Vormittags begann mit dem Verlesen des sogenannten Hohelieds der Liebe. Christine Striegel wies darauf hin, dass der Apostel Paulus alle anderen, verschiedenen Geistesgaben zuvor an die Seite geschoben hatte (sie sind wichtig, aber es gab Streitigkeiten darum), um Glaube, Hoffnung, Liebe zu verkünden, von denen die LIEBE die größte sei. Sehr klar und wichtig werde einem dies, wenn die „Liebe“ des Originaltextes des Briefes an die Korinther in die Erste Person versetzt werde.

1 Kor 12, 31 - 13, 13 | aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe

Brüder!

(…)

(Die Liebe ist) Ich bin langmütig, (die Liebe ist) Ich bin gütig. (Sie ereifert sich) Ich ereifere mich nicht, (sie prahlt nicht) Ich prahle nicht, (sie bläht sich) Ich blähe mich nicht auf. (Sie handelt) Ich handele nicht ungehörig, (sucht nicht ihren) suche nicht meinen Vorteil, (lässt sich) lasse mich nicht zum Zorn reizen, (trägt) trage das Böse nicht nach. (Sie freut sich) Ich freue mich nicht über das Unrecht, sondern (freut sich) freue mich an der Wahrheit. (Sie erträgt) Ich ertrage alles, (glaubt) glaube alles, (hofft) hoffe alles, (hält) halte allem stand.

Gottesbilder | Jesus in mir?

Marion Rauch-Spohr und Pfarrer Markus Steinert verglichen nun mit den Eltern Gottesvorstellungen von Kindern aus den 70-er Jahren mit den Vorstellungen aus der gegenwärtigen Zeit. Dabei wurde herausgearbeitet, dass sich die Gottesvorstellungen mit dem unterschiedlichen Zeitgeist verändern. Während die Kinder aus den 70er Jahren mit Gott auch Ängste und/oder Bestrafungen verbunden hatten, scheint das heutige Gottesbild der Kinder doch sehr viel positiver zu sein.

Die wenigsten Kinder verstehen Gott früher wie auch heute als etwas „Abstraktes“, sondern personifizieren ihre Vorstellungen durch konkrete Bilder. Interessant war allerdings eine Formulierung, dass Gott „Alles oder Nichts“ sei. Dabei liegt – wie bei allen Kinderaufzeichnungen – die Vermutung nahe, dass ihre Gottesvorstellungen im häuslichen Umfeld geprägt wurden

Bilder von Gott

Die Taufe Jesu | Markus 1,9-11

Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden .

Pfarrer Markus Steinert verwies auf Jesus als Gottes Sohn. Mit der Taufe stelle Jesus sich gewissermaßen seinem Vater vor, der ihm seine Zusage gibt.

Matthäus 17,5-7

Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören . Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht! Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!

Denn dieser Sohn, der, lehrt diejenigen, die danach fragen, das Beten.

Gott ist die Liebe; bietet sie an

Sarah Aufenanger, Senta Bauer und Christine Striegel hatten unterdessen mit den Kindern (von ihnen) ausgewählte Fragen zu Glaube, Gott, Schöpfung, Jesus, Auferstehung, Kirche, Beten und auch das, was man als "Böse" bezeichnet, diskutiert. Einige davon und einige Antworten darauf stellten sie ihren Eltern zum Abschluss der Runden vor.

100 Fragen - und noch viel mehr...
 

Olivia, Paula und Julius knüpften derweil mit den Geschwisterkindern und -jugendlichen Freundschaftsbänder, bevor es zum Mittagessen ging. Freundschaftsbänder sind regelmäßig Thema im Erstkommunionunterricht. Sie verdeutlichen, wie es geht, in Beziehung zu treten und in Beziehung zu bleiben – eine Hinführung auf das Thema Sakramente.

Claras "Mitmach-Gebet"

Für dich und für mich ist der Tisch gedeckt,

habe Dank lieber Gott, dass es uns gut schmeckt. Amen. Amen.

 

In der Mittagspause gab es die Möglichkeit, den „Kreuzweg auf dem Weg zur Grotte“ zu erwandern. Erläutert und moderiert hatte diesen Olivia Anders, die jugendliche Betreuerin, mit ihren gerade 14 Jahren. Sie tat dies so kenntnisreich und tiefgründig, dass die Familien tief beeindruckt waren.

Olivia erläutert den Kreuzweg
Uder 2018

Der Freilandkreuzweg in Uder führt nicht nur in schöner Weise durch das Gelände rund um die „Familienbildungsstätte“, sondern die Kreuze bieten jeweils moderne Angebote der „Anwendung“. Diese „Untertitel“ hatte Olivia hervorragend interpretiert und für die Wandernden zugänglich gemacht.


Ziel: Die Grotte.

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Glauben verwirklichen

Nach Kaffee und Kuchen ging es weiter. Der Nachmittag begann gemeinsam, mit weiteren Fragen der Kinder. Die zentrale Frage lautete: Wie erkenne ich, dass Gott zu mir spricht? Die Kinder wissen darauf viele Antworten, nämlich dass Gott beispielsweise durch seine Nächsten spricht, aber natürlich auch durch das Evangelium, die „Frohe Botschaft“. Zudem gibt es Zeichen für den Bund, den Gott mit den Menschen schloss, wie etwa den Regenbogen…

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn | Lukas 15,11-32

Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht! Da teilte der Vater das Vermögen unter sie auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er begann Not zu leiden. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner! Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn zu ihm: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt einen Ring an seine Hand und gebt ihm Sandalen an die Füße! Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn dieser, mein Sohn, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein Fest zu feiern. Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte seinem Vater: Siehe, so viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich dein Gebot übertreten; mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber man muss doch ein Fest feiern und sich freuen; denn dieser, dein Bruder, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

In Anschluss an das Das Gleichnis vom verlorenen Sohn fragte Striegel, ob und wo man sich möglicherweise selbst im Gleichnis finde. Brüder, die als bereits angekommen gewähnt würden, würden nicht (mehr) angesprochen, weil als selbstverständlich angesehen. Doch: Wo sind wir? Sind wir angekommen? Oder müssen wir noch angesprochen werden…? Wo wollen wir ankommen? Der vermeintlich „Angekommene“ wird übrigens später nicht zum Fest erscheinen.

Im Übrigen: In der Bibel sind es die Pharisäer und Schriftgelehrten, die glauben, immer da zu sein. Pflegen sie ihre Beziehung aber tatsächlich?

Dem Verlauf des Gesprächs folgend und abweichend vom ursprünglichen Plan (Steinert/Striegel), der anhand der 100 Fragen praktisch konkretisieren sollte, forderte Marion Rauch-Spohr die Eltern auf, zunächst einmal über ihre Gottesvorstellungen nachzudenken. Dabei wurde deutlich, dass es auch den Erwachsenen nicht immer leichtfällt, Gott als etwas auszumachen, das über die Vorstellungskraft hinaus geht.  Man neigt dazu, Gott zu personalisieren. Besonders stark kommt diese Tendenz zum Ausdruck, wenn durch ein Unglück, eine Krankheit oder durch den Tod sich folgende Frage förmlich aufdrängt: „Warum lässt Gott das zu?“ In unserem Menschsein agieren wir nur allzu menschlich, und es ist schwierig, sich von Gott als „Person“ zu lösen. 

Mit der Frage nach Gott ist natürlich die Frage nach unserem Glauben verbunden und warum wir glauben.

Diskussion
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An dieser Stelle kam Pfarrer Steinert auf das Gleichnis vom verlorenen Sohn zurück, um den Weg von unseren „Gottesbildern“ zum Glauben Jesu zu beschreiben und zu erläutern. Im Gleichnis des „Barmherzigen Vaters“ beschreibt Jesus die vertrauensvolle Beziehung Gottes zu seinen Söhnen (Töchtern). Der Vater ließ seinem Sohn nach dessen Schuldbekenntnis ein neues Gewand bringen, einen Ring anstecken und ein festliches Mahl bereiten. Alles Vorausgehende war „vergessen“. Gott selbst ist es, der an die Menschen glaubt, für sie hofft, sie liebt.

Er zahlt den Erbteil nicht schlechthin aus, sondern begleitet hoffnungsvoll den „Holzweg“ des Sohnes. Dies wird in der Anmerkung deutlich „Er sah ihn schon von weitem kommen“. Liebevoll läuft er (selbst) ihm entgegen und küsst ihn. 

Der Ring ist nicht irgendein Schmuckstück, sondern ein Siegelring, Ausdruck des Glaubens an seinen Sohn – trotz der erlebten Enttäuschung.

„Frag hundert Katholiken

was das wichtigste ist
in der Kirche.
            Sie werden antworten:
            Die Messe.

Frag hundert Katholiken
was das wichtigste ist
in der Messe.
            Sie werden antworten

            Die Wandlung.

Sag hundert Katholiken

daß das wichtigste in
der Kirche die Wandlung ist.
            Sie werden empört sein:
            Nein, alles soll bleiben

            wie es ist.“

Lothar Zenetti

 

Mit dem „beleidigten“ Sohn, der seinem Bruder die Vergebung und Aufnahme durch seinen Vater nicht gönnte, ermahnte Jesus (s.o.) die Pharisäer und Schriftgelehrten: Derjenige, der nicht „mitzieht“, auch die Verlorenen zurückzuholen, läuft Gefahr, sich vom Festmahl Gottes, sprich seiner Herrlichkeit, auszuschließen.

Die Rückkehr des verlorenen Sohnes, Rembrandt van Rijn, um 1666-69


Der Maler Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669) schuf das Gemälde "Die Rückkehr des verlorenen Sohnes an seinem Lebensende.

Es befindet sich heute in der Eremitage in Sankt Petersburg. 

Die vergebende Liebe Gottes sei in kaum einem anderen Kunstwerk "Großartiger und inniger zum Ausdruck gekommen", formulierte Richard Hamann (1879-1961) im Jahr 1948.

Der verlorene Sohn war auch Thema des Firmunterrichts am 9. März...

 

In einem sogenannten „Blitzlicht“ sollten die Eltern Impulse erhalten über „Glauben“, „die Erste Heilige Kommunion“, „Kirche“… . Sie wurden aufgefordert, sich spontan zwischen zwei Möglichkeiten zu entscheiden, die mit ihnen selbst zu tun haben und mit denen sie sich am ehesten identifizieren konnten, wie etwa: Ich bin hier, a.) weil ich von der Teilnahme der Ersten Heiligen Kommunion überzeugt bin ODER b.) weil   man es halt so macht… a.) weil meine eigene Erziehung religiös war ODER b.) weil meine Erziehung selbst weniger religiös war.

Nach einer kurzen Reflexion über die „Blitzlichter“ wurde mit Marion-Rauch-Spohr über einen Text von Blaise Pascal diskutiert: „Die Wette“:

A: Ob einen Gott gibt oder nicht, kann man nicht sicher entscheiden. Stimmst du dem zu?

B: Ich stimme zu.

A: Also können wir die Frage auf sich beruhen lassen.

B: Neln, ich glaube trotzdem an Gott.

A: Aber kannst du an etwas glauben, das du nicht beweisen kannst? Ich glaube nämlich, dass es keinen Gott gibt.

B: Aber wie kannst du das glauben, wenn du es auch nicht beweisen kannst?

A: So kommen wir nicht weiter. Ich habe ja gleich gesagt, dass man die Frage nicht entscheiden kann.

B: Ich bin einverstanden. Deshalb schlage ich dir ein anderes Verfahren vor. Wir wollen wetten.

A: Wieso wetten?

B: Nun, ein Spiel -, aber ein Spiel mit Folgen, ein Spiel am AbgrundI – Ich wette, dass es einen Gott gibt.

A: Gut. Ich wette also, dass es keinen Gott gibt! Und was bekomme ich, wenn ich gewinne?

B: Nichts!

A: Nichts?

A: Ja, wenn wenn du nämlich gewinnst, hast du zwar Recht: Es gibt dann keinen Gott. Aber im Grunde hast du verloren! Und ich habe auch verloren: Wenn es keinen Gott gibt, ist unser Leben sinnlos und leer.

A: Und wenn du gewinnt?

B: Nun, dann habe ich doppelten Gewinn: Ich habe recht behalten: es gibt einen Gott. Damit gibt es zugleich Glück und Zukunft für den Menschen – auch für mich. Für dich aber auch. Du hast also mit mir gewonnen.

A: Das sehe ich ein. Aber wir sind immer noch nicht weitergekommen. Ob es Gott wirklich gibt, ist genauso ungewiss wie vorher.

8: Ja und nein. Es ist doch immerhin klar geworden, dass du dich entscheiden musst und dass die Entscheidung Folgen hat.

A: Und du meinst, deshalb sollte ich mich schon für den Glauben an Gott entscheiden?

B: Ja, sicher. Bedenke doch: du musst zwischen zwei Antworten wählen, die sich ausschließen, die aber mit gleicher Wahrscheinlichkeit richtig sind. Eine Antwort hat gute Folgen, die andere nicht. Wie kannst du da noch zögern?

A: Aber, wenn ich mich irre?

B: Dann hast du nichts verloren. Du hast eine Illusion gehabt, gewiss. Aber im anderen Fall hättest du das Nichts gewählt; das kann dich auch nicht glücklich machen.

A: Du meinst also, ich muss eigentlich an Gott glauben.

B: Nein, du musst nicht. Aber es ist deine (…) Chance.

Hierbei ging es also um die Sinnhaftigkeit des Glaubens an Gott. Die Beweisführung ist rhetorisch geschickt angelegt, sodass letztendlich die Entscheidung für Gott (nach Aussage Blaise Pascals) die einzig richtige sei. Dazu, dass sie die einzig sinnvolle, tragende sein, wurden verschiedene Sichtweisen aufgezeigt, die Sicht auf unterschiedliche Perspektiven ermöglichten.

Schließlich wurde über den „Sinn im Leben“ gesprochen, angeregt durch ein Streitgespräch über „Die Wahrheit, die frei macht“ (von Franz W. Niehl).

Zum Abschluss wurde darauf verwiesen, dass es guttut, gemeinsam über Gott zu reden, aber dass es sinnvoll ist, mit Ihm zu reden. Dazu dient das/ein Gebet:

UNSER VATER

BIST ZU UNS WIE EIN VATER; DER SEIN KIND NIE VERGISST.

DER TROTZ ALL SEINER GRÖßE IMMER ANSPRECHBAR IST.

DEINE HERRSCHAFT SOLL KOMMEN. DAS, WAS DU WILLST,

GESCHEHEN AUF DER ERDE, IM HIMMEL SOLLEN ALLE ES SEHN.

VATER, UNSER VATER, ALLE EHRE DEINEM NAMEN.

VATER, UNSER VATER, BIS ANS ENDE DER ZEITEN. AMEN.

GIB UNS DAS, WAS WIR BRAUCHEN, GIB UNS HEUT UNSER BROT,

UND VERGIB UNS DEN AUFSTAND GEGEN DICH UND DEIN GEBOT.

LEHRE UNS, ZU VERGEBEN. SO WIE DU UNS VERGIBST:

LASS UNS TREU ZU DIR STEHEN, SO WIE DU IMMER LIEBST.

VATER, UNSER VATER …

NIMM GEDANKEN DES ZWEIFELS UND DER ANFECHTUNG FORT.

MACH UNS FREI VON DEM BÖSEN DURCH DEIN MÄCHTIGES WORT.

DEINE MACHT HAT KEIN ENDE; WIR VERTRAUEN DARAUF, BIST

EIN HERRLICHER HERRSCHER UND DEIN REICH HÖRT NIE AUF.

VATER, UNSER VATER…

Die Kommunionkinder modellierten derweil unter dem Thema „Kreuz – unser Segenszeichen“ (mit Sarah Aufenanger und Senta Bauer) Kreuze aus Salzteig. 

Kreuze aus Salzteig...
Kreuze aus Salzteig...
 
 

Die Geschwisterkinder formten, passend zum Evangelium mit „Wovon das Herz voll ist…“ Herzen aus Salzteig, gemeinsam mit Olivia, Paula und Julius.

... und hatten Spaß!

...und hatten Spaß!
 
 

Nach dem Abendessen gab es eine weitere Programmumstellung. Das Verzieren der Kommunionkerzen, das vom Team auf den Abend verlegt worden war, um nach den Anstrengungen des Tages für eine entspannendere Tätigkeit zu sorgen, wurde von den Eltern auf einen späteren Zeitpunkt „nach Hause“ in Herz Mariae gewünscht. Auch den Daheimgebliebenen soll hierfür somit ein weiterer gemeinsamer Termin eingerichtet werden.

Stadtdessen wurden noch einmal die Fragen ausgelegt und einige… kurz… vertieft. Was bedeutet nochmal die Osterkerze? Warum stellt man in der Kirche Kerzen auf? Was bedeutet das Ewige Licht?

am Abend
 

Musikalisch, es wurde gemeinsam gesungen, wurde der Abend fortgeführt. Besonderes und beindruckendes Highlight, das Paula und Michael Aufenanger auf der Gitarre und auch vokal textsicher berherrschten, war das „Hallelujah“ von Leonard Cohen (kanadischer Singer-Songwriter, Schriftsteller, Dichter und Maler, 1934-2016). Der Text enthält Bibelverse. Der Refrain besteht jeweils aus mehrfacher Wiederholung des Wortes Hallelujah.

am Abend
Lieblingslied des Cohen-Fan Julius
 
 

Now I've heard, there was a secret chord

That David played and it pleased the Lord
But you don't really care for music, do you?

It goes like this, the fourth, the fifth,
the minor fall, the major lifts,
the battle king composing: Hallelujah…

I did my best, but it wasn't much

I couldn't feel, so I tried to touch
I've told the truth
I didn't come to fool you
And even though it all went wrong
I'll stand before the Lord of song
With nothing on my tongue but Hallelujah

Hallelujah…

 

Beschlossen wurde der Abend wieder vom Jugendteam. Julius las einen meditativen Text zum Thema „ich habe nach dir gewonnen“.


Am nächsten Morgen, nach dem Morgenlob zum Thema Sonntag und einem gemeinsamen Sonntagsfrühstück ging es wieder „ran“.

Für die Kommunionkinder hieß es mit Striegel /Aufenanger/Bauer: Jesus, der Schatz in meiner Hand | Verwandlung…

Für die Eltern hieß es mit Pfarrer Steinert: Den Sonntag heiligen lassen. „Beziehungspflege“ konkret werden laassen! Die Vorschläge dazu gaben sie schriftlich auf Karten ab, um sie zu diskutieren. Denn der Gottesdienst stand bevor. Das Kyrie bedeutet nichts anderes als, die Aufwartung zu machen für ein dialogisches Geschehen. Gottesdienst bedeutet, die Begegnung zu suchen, aus dem Leben heraus mit den Erfahrungen der Woche, und diese zu IHM zu bringen. Antworten, so betonten es auch immer wieder die Kinder, werden geboten. Pfarrer Markus Steinert brachte zum Ausdruck, dass „da Worte sind, die mich persönlich wirklich betreffen“.

Die Geschwisterkinder probten ein letztes Mal ihr Theaterprojekt: „Froschkönig…?“ in der Kapelle vor der Heiligen Messe. Diese begann mit ihrem nach dem Märchen „Froschkönig“ der Brüder Grimm umgeschriebenen auf die heutige Zeit bezogenen Theaterstück:

Der Froschkönig oder Der verlorene Lippenstift

In Zeiten der Herrschaft Donald Trumps lebte einmal ein reicher Politker. Er hatte eine wunderschöne Tochter. Sie war so schön wie die Sonne selbst, so dass sie schon zahlreiche Schönheitspreise gewonnen hatte. In der Nähe ihrer Villa war ein großer, dunkler Park, und mitten darin lag ein kleiner Teich.

Am Nachmittag kam die Schönheitsprinzessin am Rand des Teiches vorbei. Währenddessen trug sie gerade ihren Lippenstift auf. Sie war eitel.

Nun trug es sich zu, dass sie stolperte, und der Lippenstift geradewegs in den Teich hineinrollte. Die Königstochter folgte ihm mit den Augen nach, aber der Lippenstift verschwand, und der Teich war tief, so tief, dass man keinen Grund sah.

Da wurde die Schönheitsprinzessin sehr traurig und konnte sich gar nicht trösten. Sie setzte sich auf eine Bank, und als sie so klagte, rief ihr plötzlich jemand zu: „Was ist los, Schönheit? Du weinst ja fürchterlich.“

Sie sah sich um, woher die Stimme käme, da erblickte sie einen Frosch, der seinen dicken, hässlichen Kopf aus dem Wasser streckte. „Ach, du bist's.“, sagte sie. „Mein Lippenstift ist mir in den Teich hinabgefallen.“

„Weine nicht", antwortete der Frosch, »ich kann die helfen. Aber was gibst du mir, wenn ich deinen Lippenstift wieder heraufhole?“

„Was du haben willst, lieber Frosch“, sagte sie, „auch alle Pokale meiner Schönheitswettbewerbe!“

Der Frosch antwortete: „Die will ich ganz bestimmt nicht. Aber wenn du mich als Freund mögen willst und ich von deinem goldenen Tellerchen essen, aus deinem Becherchen trinken darf, dann will ich hinuntersteigen und dir den Lippenstift heraufholen.“

Das Mädchen stimmte zu. Es dachte aber: „Lass ihn doch schwätzen!“

Der Frosch jedenfalls tauchte hinab, holte den Lippenstift aus der Tiefe des Teiches und warf ihn ins Gras. Die Königstochter war voll Freude, als sie ihren Lippenstift wiedererblickte und hob ihn auf.

Plötzlich, spontan, gab sie dem Frosch eine liebevolle, würdige Umarmung.

  Plötzlich war er kein Frosch mehr, sondern ein gutaussehender, glücklicher Junge – ein Prinz? mit schönen freundlichen Augen. „Das bin ich!“ rief er. Er wurde ihr lieber Freund und Gefährte.

Froschkönig...
Froschkönig...
Froschkönig...
Froschkönig...
 
Froschkönig...
Froschkönig...
Froschkönig...
Froschkönig...
 

Mit viel Spaß und schauspielerischer Leistung hatten die Jugendlichen das Stück vorgetragen. - Was ist die Intention des selbst (um)geschriebenen Märchens der Jugendlichen?

Die LIEBE hat den Frosch in den glücklichen Prinzen verwandelt! Einen Prinzen nennt man jemanden, der sich glücklich schätzen kann, der auserwählt ist. Der Frosch in der Tiefe hat auf Verwandlung gewartet. So wie wir Menschen auf Verwandlung hoffen ; denn wir machen viel falsch, obwohl wie durch die Taufe Gotteskinder sind (Prinzen…).

Sinnbild dafür ist, dass der Frosch vom goldenen Teller essen (und aus dem goldenen Kelch trinken) möchte. Er möchte das Kostbare erfahren, das Ausgangspunkt für (auch seine) Verwandlung ist. Schritt Eins erfährt er er durch die würdevolle bzw. würdigende Umarmung durch die Schönheitsprinzessin, um vom goldenen Teller (des ewigen Königs) essen. Sie ermöglicht ihm, seine Aufwartung zu machen…

Das Märchen verweist auf die Kraft der Heiligen Messe. Das Brot ist das Leben, das Leben spendet. Dass sich Brot verwandelt, war den Kindern am vorausgehenden Brotbacknachmittag begreiflich geworden. In Erinnerung daran stand der letzte Korb Brote – zum Verteilen – in der Kapelle.

Lebkuchen-Brote
 

"Wir wollen hierbleiben!" riefen einige Erstkommunionkinder, bevor Pfarrer Steinert dann den eigentlichen Gottesdienst eröffnete. Dazu musste sich Julius symbolisch von ihm untertunken lassen, bzw. gerade nicht untertunken lassen; denn laut zweiter Lesung des Tages ist der Anfang dazu gemacht: Durch die Taufe sind wir hineingenommen in das Mysterium des Todes und der Auferstehung Jesu. 

Und, so betonte Steinert, erklärend zum Evangelium: Es gibt nur einen Meister! Jesus.

"Wir wollen hierbleiben!"
Intro zum Evangelium
 
 

Falsche und wahre Frömmigkeit

Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund | Lk 6, 39-45

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Kann ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen? Der Jünger steht nicht über seinem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen. Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte hervorbringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte hervorbringt. Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von den Disteln pflückt man keine Feigen, und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.

Nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen erfolgten Verabschiedung und Abreise.

Gebet unter Federführung Claras


"Für dich und für mich war der Tisch gedeckt,

habe Dank lieber Gott, dass es uns geschmeckt. Amen. Amen."

 

Was bleibt?

Was bleibt von dieser Begegnung und den Gesprächen während des Wochenendes?

Ein Vater hat es treffend formuliert! Er wünscht sich, dass dieses Wochenende von Nachhaltigkeit geprägt sei und von aktivem Tun, indem wir den Glauben leben. (M. R.-S.)

Einhundert Fragen - Wir befinden uns, gemäß Kommunionplakat 2019, schon im Labyrinth… mit für uns definiertem Ziel. Einhundert Fragen, die jeweils neue Fragen mit sich bringen, so hatte es Kommunionkind Charlotte im Gesprächskreis mit den Eltern auf den Punkt gebracht. 

Antworten darauf können nicht nur praktische Handlungsanweisungen sein, sondern helfen, im Glauben sicher zu werden. (C.S.)

Marion Rauch-Spohr | Markus Steinert | Christine Striegel

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