Gruppenstunden | Erstkommunion | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Erstkommunion 2019

Erstkommunion 2018

In den Gruppenstunden zur Vorbereitung auf die Erste Heilige Kommunion befassen wir uns mit den zentralen Inhalten von Bibel, Glaubensbekenntnis, Liturgie und Kirchenjahr. In zumeist aufeinander aufbauenden Einheiten zur Glaubensentwicklung gehen die Kinder den Weg des Christseins und -werdens nach: Themen wie Taufe, Gottesverständnis, Glaubenspraxis (Kirchenraum, Gebet, Lieder, Sakramente) führen zur Eingliederung in die Eucharistiegemeinschaft (communio).


Kinder, die im häuslichen Umfeld nicht bereits im Glauben verwurzelt sind, können im Glauben heimisch werden; diejenigen, die es bereits sind, können ihn vertiefen. Dies geschieht fröhlich und spielerisch, begleitend unterstützt vom sonntäglichen Gottesdienst, insbesondere vom zweiwöchig stattfindenden Familiengottesdienst.

Treffen: jeden  Donnerstag von 15.30 - 16.45 Uhr

Leitung: Christine StriegelSenta Bauer, Sarah Aufenananger

Erstkommunion 2019

Es gibt nur einen Pfad, der zur Mitte führt - Umwege muss man dabei manchmal in Kauf nehmen.


Mittels Labyrinth zur Erstkommunion 2019


„Ich war zu erreichen für die, die nicht fragen, ich war zu finden, für die, die nicht suchen. Ich sagte zu meinem Volk, Hier bin ich, hier bin ich!“. Jes 65,1


Wird der Begriff  des Labyrinthes tatsächlich verwendet, um einen Sachverhalt als unüberschaubar oder schwierig zu kennzeichnen? Ein Labyrinth ist „Symbol-trächtig“ - von etwas erfüllt, mit etwas angefüllt, "ein von, mit Gedanken trächtiges Werk"

Erstkommunionplakat 2019

mittels Labyrinth zur Erstkommunion

Die Mitte eines Labyrinthes ist nicht nur der Ort, an dem, wie auf dem Titelbild des Pfarrbriefes, Gott Mensch geworden ist. Sie steht gleichzeitig für den Ort, an dem sich die Menschwerdung Jesu Christi vollzieht, den Ort des erlösenden Leidens, Sterbens und Auferstehens.


In seiner ursprünglichen Form stellt das Labyrinth ein Symbol für den menschlichen Lebensweg dar.

„Spiel“. Einen Weg spielerisch zu gehen ist wieder die Grundform der Erstkommunionvorbereitung. Worauf kommt es dabei an? Kennen Sie das Hinke-Pinke-Spiel, auch „Hinkeln“ genannt? Das Spiel ist nicht vergleichbar mit unserem, verfolgt es doch kein Ziel in einer symbolischen Weise. Interessant ist aber die eine Regel dieses Spiels, nämlich dass das Übertreten einer Linie als Verstoß gelten kann. Ob das so ist, bleibt den Kindern selbst überlassen. Pfarrer Steinert und ich haben festgestellt, dass dies bei unserem „Spiel“ nicht möglich ist. Denn die kindliche Fantasie macht bloße Kreidestriche zu Wänden, die Orientierung bieten. Hinke-Pinke wird auch „Paradiesspiel“ oder „Himmel und Hölle“ benannt. Steckt trotzdem auch hier eine Sehnsucht darin?


die Sehnsucht nach der Sehnsucht nach Gott wecken

Bei einem Labyrinth handelt es sich also um eine Art Spiel. Labyrinthe gibt es seit dem Altertum, sie sind multikulturell; häufig waren sie in den mittelalterlichen französischen Kathedralen zu finden. Zwischenzeitlich wurde allerdings ihre geistliche Bedeutung nicht mehr verstanden, und vielerorts wurden sie zerstört, bevor man sie wiederentdeckte, ihr Potenzial erkannte und sie auch wiederherstellte.


Labyrinthe können rund oder eckig sein; alle besitzen einen Eingang, einen "Reiseweg" und - einen Mittelpunkt - das Ziel. Irrgärten hingegen verleiten durch ihre verzweigten Wege absichtlich zum Verirren.

Die Labyrinthe der Kathedralen wurden als "Die Reise nach Jerusalem" bezeichnet, derselbe Titel, der uns für ein anderes Kinderspiel bekannt ist. Hier geht es darum, aus beliebig vielen Mitspielern einen einzigen Gewinner zu ermitteln, der den letzten Platz ergattern muss; denn es gibt immer einen Stuhl weniger als Spielteilnehmer.


Im Labyrinth geht es allerdings um das in symbolischer Form stattfindende (Buß-)Pilgern zur Heiligen Stadt Jerusalem. Diese bildete auf mittelalterlichen Landkarten den Mittelpunkt der Welt. Gemeint ist aber nicht nur die irdische, sondern die himmlische Stadt Jerusalem, das Neue Jerusalem , das nach der Offenbarung des Johannes entstehen wird, nachdem Himmel und Erde vergangen sein werden. Dafür steht auch die nach oben strebende Kathedrale selbst. Die Reise durch das Labyrinth symbolisiert also unsere Reise durch das Leben, die nicht wie in der griechisch-römischen Tradition im Tod gipfelt, sondern im ewigen Leben, im Paradies.


So erklärt sich auch das Kreuz, ohne das ein klassisches Labyrinth gar nicht zu konstruieren wäre. Es vermittelt zwischen Eingang und Ziel; es steht dafür, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, um uns zu ebendiesem Ziel zu führen. Betrachtet man noch einmal das Titelbild, stellt man fest: Das Kreuz hält nicht nur die Struktur des Labyrinthes, sondern hebt seine Mitte.

In der griechischen Mythologie wurde der Minotaurus, ein Wesen, das einen menschlichen Körper und den Kopf eines Stieres besitzt, vom König Minos in ein Labyrinth verbannt. Der König von Athen schickte Theseus in das Labyrinth, um dieses Wesen zu besiegen. Dies gelang. Ariadne, Tochter des Minos, hatte ihm ein Fadenknäuel mitgegeben, das ihn, abgewickelt, zurückführte. Der Kampf zwischen Theseus und dem Minotaurus symbolisiert - wie später der zwischen dem heiligen Georg und dem Drachen - den Seelenkampf, der auf unserer Reise durch das Labyrinth des Lebens in uns zwischen den Mächten von Gut und Böse stattfindet; diese „Freiheit“ zur Auseinandersetzung mit dem Unheil begann mit dem Sündenfall Adams und Evas. Im Psalm 91 Davids heißt es, „im Schutz des Höchsten“ und „im Schatten des Allmächtigen“: „du schreitest über Löwen und Nattern, trittst auf junge Löwen und Drachen“. Es geht um das Besiegen des Bösen.


Vom Unheil zum Heil

In unser, christliches, Labyrinth werden wir durch die Taufe wie durch einen Trichter bzw. einen Filter gerufen; doch die Reise beginnt mit der Geburt. „Wickelt“ man den Weg einmal „ab“ - ein Fachbegriff aus der Geometrie, zeigt sich, wie lang er ist (im Kirchenlabyrinth mehrere hundert Meter) und manchmal wie verschlungen. Doch man kann sich nicht verirren; es ist ein einziger Weg, auch wenn er als kompliziert,  mühselig oder sogar manchmal als „irrwegig“ empfunden sein mag.

Unser Weg führt zu einem guten Ziel. Es ist das Tor, das Jesus geöffnet hat, zu Gott. Das (Voll-)Ende ist der Anfang.

Ariadne mit ihrem Faden personifiziert die „Ecclesia“, die Kirche, die Gemeinschaft der Christen. In diese  Weggemeinschaft mit Jesus Christus zu treten, den Faden aufzunehmen,  – das feiern die Kinder mit dem Sakrament der Eucharistie im Mai. Es ist die Feier der geheimnisvollen Gegenwart Gottes. Der Faden steht für die Gnade und die Zuwendung Gottes, durch Jesus hin zur Mitte, das Zentrum der Erlösung der Menschen. In den Worten Jesu hören wir die Stimme Gottes, des Vaters. Gott ruft durch Jesus. Er hält uns gewissermaßen den Faden hin, ein Freundschaftsband, die Beziehung zu ihm aufzunehmen.

Somit zeigt die Struktur des Labyrinthes nichts anderes als auf, als das, wie es geht und was dies konkret bedeutet  - den Sinn.

Unser Labyrinth macht den Weg zur Mitte erfahrbar; es ist durchwirkt von IHM –. So lassen sich auch die Heiligen finden. Sie sind diesem Weg,  Jesus, nachgefolgt, jeweils in ihrer ganz besonderen Weise - und haben ihr Ziel erreicht, wie wir glauben.

 

Jetzt aber - so spricht der HERR, der dich erschaffen hat, Jakob, und der dich geformt hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir! (Jes 43,7)

Christine Striegel

Erstkommunion 2018

Wir hatten wir uns überlegt, die neuen Kommunionkinder anhand eines Gesellschaftsspiels vorzustellen. Zugrunde liegt ein Spiel ähnlichen Namens, ein Spiel, das ab acht Jahren empfohlen wird. – Das passt!

Kreativität war gefragt: ein Spielfeld ließ sich selbst anfertigen. Es war das Kommunionplakat 2018.

Erstkommunion 2018

Dieses Spiel ist ganz anders als sein Vorbild. Es funktioniert nämlich solidarisch. Die Kommunionkinder befüllen alle gemeinsam und gleichzeitig das Spielfeld.

Im Spiel werden die Namen aller Kommunionkinder genannt. Sie bilden eine Gruppe, (griech. koinonia „Teilhabe“; lat. communio „Gemeinschaft“). Alle Kinder sind gleich; es findet keine wertende Auswahl statt.

In Kommuniopoly gibt es selbstverständlich keine „Immobilienpreise“; denn die Kinder spiegeln die interessante Vielfalt innerhalb einer Einheit wider. Der Ort ist „poly“. Polis (altgriechisch pólis, ‚Stadt‘, ‚Staat‘; ursprünglich auch ‚Burg‘) wurde für gewöhnlich der typische Staatsverband im antiken Griechenland bezeichnet. Die „Polis“ war ein Personenverband, der sich über seine Mitglieder definierte. Wie passend! Und unsere Herausforderung! Poly/Polis Herz Mariae.

So gibt es auch nur ein Projekt: Das Projekt Erstkommunion!

Bei Kommuniopoly handelt es sich natürlich um kein Spiel im herkömmlichen Sinn. Das Kommunionplakat verdeutlicht aber, dass die Kinder spielerisch einen Weg zurücklegen, einen Weg mit Stationen. „station“ ist das englische Wort für Bahnhof… Wichtige Stationen sind die vier, vielleicht wichtigsten, Hochfeste der Kirche. Weihnachten ist die erste gemeinsame Station. Es folgen der Karfreitag, Ostern und Pfingsten. Feste, die im gemeinsamen Jahreskreis mit den Kommunionkindern eine wichtige Rolle spielen.

„Gemeinschaft“ auf der Wegstrecke sind die Gruppenstunden, überhaupt, Zeiten des Kennenlernens, des Zusammenseins, des Austauschs, des Lernens: Advent, Brotbacken in Ahnatal, Familienwochenende in Uder…, das gemeinsame Ziel stets vor Augen.

„Ereignisse“ auf dem gemeinsamen Weg sind die Gottesdienste bzw. Familiengottesdienste. Sie sind die Praxis zur Theorie. Denn sie sind die Umsetzung der vorbereitenden Information, d.h. das Kennenlernen der Eucharistiefeier, der Feier des Geheimnisses von Tod und Auferstehung Jesu.

Mit Wasser des „Wasserwerks“ sind die Kinder getauft worden.

Vor Pfingsten werden Christen auf die Feier des Kommens des Heiligen Geistes vorbereitet. Ist dieser mit der Elektrizität des „Elektrizitätswerks“ vergleichbar?

Fühlt man sich nicht „gefangen“, wenn man etwas falsch gemacht hat? Nach einem Blick in den „Beichtspiegel“ und dem anschließenden Bereuen liegt das Feld „Du kommst von den Sünden frei“ nicht weit entfernt…

„LOS“ ist der Start und das Ziel: Die Kinder brechen auf und kommen nach der Runde, dem gemeinsamen Weg, an oder zumindest vorbei. Sie erhalten die Chance, immer wieder aufzubrechen. Sie ziehen nichts ein, kassieren nicht nur, sondern treten aktiv in Gemeinschaft mit Jesus. Dies können sie immer wieder tun, in jeder neuen Runde.

Das Schönste am Spiel ist: Es gewinnen alle gemeinsam und dasselbe!

Christine Striegel

 

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