Das war los... | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Erste Heilige Kommunion

Feier der Erstkommunion in Herz Mariae

Am 29. April 2018 wurde in unserer Kirche Herz Mariae die Erste Heilige Kommunion gefeiert. Der traditionelle, in vielen Gegenden noch heute übliche Tag der Erstkommunionfeier ist zwar der Sonntag nach Ostern, der Weiße Sonntag; unsere Gemeinde ist inzwischen dazu übergegangen, den Termin zu verlegen.

Nach dem Entzünden der Kommunionkerzen an der Osterkerze führte Diakon Anton Münnich, die Osterkerze in den Händen tragend, die 28 Kinder, 16 Mädchen und 12 Jungen, in den Altarraum. Alles feierlich begleitet vom Orgelspiel.

Pfarrer Markus Steinert eröffnete die Messfeier und begrüßte die Kinder und ihre Familien.

Marlen, Pauline, Erik und Pola trugen Texte zum Licht vor: 

„Ich trage ein Licht in meiner Hand. Licht schenkt Wärme und Leben. Licht vertreibt die Dunkelheit…“ 

Die Kinder stellten nun ihre Kerzen auf den Stufen des Altarraums ab und gingen zu ihren Plätzen. 
Es folgten die Lesung – und das Evangelium: „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer.“… „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“  (Joh. 15, 1-8). In der Bibel wird bereits das Volk Israel als Weinstock Gottes bezeichnet. Mit seinen Früchten sollte es die anderen Völker zu Gott/Jahwe führen. Nun bezeichnet sich Jesus selbst als den wahren Weinstock… 

Christine Striegel erläuterte zunächst das Kommunionplakat, das eine Art Spielplan darstellt: «Kommuniopoly, nicht wirklich Spiel, auch die Würfel fehlen, aber der spielerische, gemeinsame Weg der Kinder zur Erstkommunion findet seinen Ausdruck. Die Kinder haben, wie sie bestätigen, genau das richtige Alter, zwischen 8 und 9, um einen solchen Plan zu „spielen“. Doch „communio“ ist nicht „mono“ – allein, einzeln, sondern „aneinander teilhabend“ (giech.), „gemeinsam“ (lat.). Alle sind gleich viel wert, aber jeder ist individuell: Vielfalt in der Einheit. Die Kinder bestätigen dies mit interessanten Antworten auf einige Fragen…
Der gemeinsame Weg besaß jedenfalls, bzw. besitzt, denn man kann ihn immer wieder gehen, Stationen, zunächst die Hochfeste der Kirche und dann die Gemeinschafts- bzw. Ereigniskarten:
Gemeinschaft - die Gottesdienste. Die Eucharistiefeier ist die Feier des Geheimnisses von Tod und Auferstehung Jesu. Worum es geht, das wird immer wieder erfahrbar gemacht und wurde in den Gruppenstunden "theoretisch" „erarbeitet“. Gemeinschaft bedeutet, in Beziehung zu treten…
Ereignisse? – Das sind Erlebnisse: Gruppenstunden, Brotbacken in Ahnatal, Familienwochenende in Uder, aber auch Erlebnisse mit anderen, auch von anderen, so z.B. berichteten auch einige Kommunionkinder des letzten Jahres. Einige sind Messdieneri|innen geworden...
Gemeinsame Zeit ist der Advent, das Warten auf die Ankunft Jesu. - Unter den Gemeinschaftskarten des Spielplans finden sich aber auch – wichtig – die Sakramente. Denn diese sind Augenblicke intensiver „Beziehung“ – zu Gott.

So gibt es das „Wasserwerk“, die Taufe. Sie bedeutet die Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft der Christen. Wasser… verändert. Die Kinder wissen: Wasser macht nass, macht sauber, löscht Durst und lässt nicht vertrocknen. Es löscht Feuer. Wasser erhält nicht nur Leben, sondern rettet es, sogar das ewige! Weil: Wasser… bedeutet Reinheit – alles wird neu. Man wird zum unbeschriebenen Blatt - in diesen Zustand kann man von nun an immer wieder zurückkehren… Dafür steht das weiße Kleid – Christus ist das Gewand, das umfängt. Daran erinnern die weißen Kommunionkleider der Mädchen.
Denn: Wenn man etwas falsch gemacht hat, kann man einen Blick in den „Beichtspiegel“ werfen. Wer bereut und um Vergebung bittet, „kommst von den Sünden frei“ – und ist erleichtert. „Prüfe Dich!“ und immer wieder „Freue Dich!“
Nach Ostern, genau 60 Tage, folgt (nach Christi Himmelfahrt) Fronleichnam; ein komisches Wort, doch dieser Feiertag ist für Erstkommunionkinder besonders wichtig! Im Althochdeutschen steht "fron" für "Herr" und "lichnam" für "Leib". Brot und Wein werden zu Leib und Blut Christi - Gefeiert wird die Gegenwart Jesu. Als gewandelte Hostie, die die Kinder heute zum ersten Mal empfangen, steht Christus selbst im Mittelpunkt der prunkvollen Fronleichnamsprozession, zu der die Kinder Ende Mai herzlich eingeladen sind.
Die Elektrizität des „Elektrizitätswerks“ symbolisiert den Heiligen Geist. Stellt man sich gar einen Funkenflug vor, beschreibt dies sehr gut den Moment des Sakralen. Die Herabkunft des Heiligen Geistes feiern wir an Pfingsten, dem „Geburtstag der Kirche". Genau in diesem Augenblick, als „ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt“ vom Himmel kam, und … sich Zungen wie von Feuer… „auf jeden von ihnen (den Jüngern) niederließen“, wurden sie mit dem Heiligen Geist erfüllt. Weil sie sich in fremden Sprachen verstanden, begriffen sich die Jünger als Gemeinschaft, von nun an als Gottes Volk.

Das Sakrament der Firmung, der „Stärkung“, das dritte und letzte Einführungssakrament in die Kirche, spendet der Bischof oder sein Vertreter, per Salbung mit Chrisam auf der Stirn, und, unter Auflegen der Hand, die Worte ´Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.'
Sakral = heilig: Jedes Sakra-ment, heiliges Zeichen, beschreibt den besonderen Moment, in dem man in Beziehung zu Gott tritt. - aktiv in Gemeinschaft mit Jesus treten... »

Hier knüpfte Pfarrer Markus Steinert an: «Erste Heilige Kommunion bedeutet in Verbindung „bleiben“ - Jesus gibt uns Anteil an seinem Lebensgeheimnis.

„… Das Licht in meiner Hand erinnert mich daran, dass Jesus gesagt hat: Ich bin das Licht der Welt. 
Ich will euch Leben und Hoffnung geben.
Das Licht in meiner Hand wurde gerade an der Osterkerze entzündet. Sie ist das Zeichen für das Licht der Liebe, das Gott mir in der Taufe geschenkt hat.
Das Licht in meiner Hand erinnert mich daran, dass Licht nicht weniger wird, wenn man es verteilt, sondern mehr.“

Am fünften Sonntag der Osterzeit wird in den katholischen Gottesdiensten das Gleichnis vom Weinstock (Joh 15, 1-8) verkündet. „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer.“ „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“

Zum Ersten scheint es um die Beziehung „Winzer – Weinstock“ zu gehen. Dank der Pflege des Winzers kann der Weinstock wachsen und gedeihen. Die Zusage des Vaters „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden“ (Mk 1,7–11), (Taufe Jesu: der Geist kam wie eine Taube auf ihn herab…) ist für ihn nicht nur sinnstiftend, sondern lässt ihn all „die Werke vollbringen“, in denen die Menschen seiner Zeit Heil erfahren. Das Wort Gottes trägt reiche Frucht!
An diesem, seinem Lebensgeheimnis gibt Jesus zum Zweiten seinen Jüngerinnen und Jüngern Anteil - bis heute. Wir mögen seine Leben stiftenden Worte aufnehmen, verinnerlichen, beherzigen. Seine Heilszusage soll in unseren Herzen eine „Bleibe“ = eine „Wohnung“ (Joh 14) haben.
So aktualisiert sich in der Feier der Heiligen Kommunion die Bundes- und Heilszusage Gottes selbst. Der „Ich bin (für dich) da“ schenkt uns Anteil an seinem göttlichen Leben. Er nimmt „Wohnung“ in uns. 
Räumen wir ihm Platz in unserem Leben, in unserem Alltag ein; im Hören seines Wortes und in der Feier des „Neuen Bundes“; wie Jesus beim Letzten Abendmahl aufgezeigt hat. »

Nach der Erneuerung des Taufversprechens (des Glaubens an den dreifaltigen Gott / der Absage an das Böse) wurden die Kinder einzeln aufgerufen. 

Es folgten die Fürbitten einiger Kinder (Knud, Anika, Liana, Soraya, Mattis, Theo, Katharina) und Eltern sowie die Gabenbereitung:

Die Kinder empfingen die Erste Heilige Kommunion.

...

Vor dem feierlichen Auszug sprachen die Eltern ihren Dank für die Kommunionvorbereitung aus, so auch den Eltern Elisabeth Kellner-Pinks und Claudia Lachnit, die das Team unterstützt hatten.

Am Mittag und Nachmittag feierten die Erstkommunionkinder mit ihren Familien.

Erstkommunion 2018 | Diakon Münnich fehlt auf diesem Bild

Danke!

Katholische Kirchengemeinde

Herz Mariae | Kassel



Ahnatalstraße 29
34128 Kassel


 





Telefon: 0561 | 61524

Telefax: 0561 | 6026895 


 

Pfarrbüro - Öffnungszeiten


Montag, Mittwoch, Freitag:
9:00 - 12:00 Uhr
Dienstag, Donnerstag:
15:00 - 18:00 Uhr

 


© Herz Mariae | Kassel

 

Katholische Kirchengemeinde Herz Mariae 

Ahnatalstraße 29  

34128 Kassel




Telefon: 0561 | 61524
Telefax: 0561 | 6026895 



© Herz Mariae | Kassel