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Unser tägliches Brot gib‘ uns heute

Brotbacknachmittag in Ahnatal 2018

Am 24. Februar war es einmal wieder soweit. Mit den Erstkommunionkindern wurde Brot gebacken. Selber Brot zu backen ist heutzutage nicht mehr unbedingt üblich.

Bevor die Zutaten für das Brot verteilt wurden, konnten die Kinder erzählen, ob sie wissen, welche Zutaten zum Brotbacken benötigt werden: Mehl, Hefe, Wasser oder Milch, Butter oder Öl, Salz.

Nach dem Händewaschen wurde der Teig von den Kindern mit Hilfe einiger Eltern gemischt und geknetet.

Zur Überbrückung der Zeit des „Gehens“, der Teig stand mit Geschirrtüchern abgedeckt auf den Heizkörpern, versammelten sich die Kinder und sprachen über das „tägliche Brot“.

Mischen
mit Diakon Münnich
Kneten
Gruppe Striegel
 

Wir entdecken  Brot

Dazu wird in jedem Jahr eine runde Tischdecke ausgebreitet, die Gruppenkerze entzündet, und in die Mitte eine in eine Stoffserviette gewickelte Scheibe Brot gelegt. Dies wissen die Kinder natürlich nicht. „Was ist da darin?“ „Ein Geschenk?“. Es ist so wie bei einem Kindergeburtstag, wenn das Geburtstagskind die Geschenke auspackt, eines nach dem anderen. Die Kinder sind „dabei“, erwartungsvoll, gespannt. Wann ist das eigene Geschenk an der Reihe? Wird das Geburtstagskind behutsam auspacken? Wird es sich darüber freuen und es zu schätzen wissen?

Die Kinder öffnen nacheinander, gemeinsam, jeder ein bisschen, das Tuch, und entdecken das Brot. „An was denkt Ihr, wenn Ihr das Brot seht?“ - Sie stellen fest, dass im Alltag Brot zu essen oft nicht mehr als etwas Besonderes wahrgenommen wird. Wird eine die Brotscheibe jedoch eingepackt, wird sie kostbar, sie wird „entdeckt“.

Ein Brot ist rund wie wie die Erde. Für das Brot wurden viele Körner zusammengetragen, die sich verbinden.

Da die Kinder bereits im Sachunterricht das „Getreide“ behandelt haben, können sie viel erzählen. Welche Getreidearten gibt es? - Weizen, Hafer, Gerste, Roggen – Wie hat sich der Getreideanbau entwickelt? Vor 8000 Jahren entwickelte sich die Frucht des Grashalms zu Getreide. Wie wird das Getreide verarbeitet? – Es wird in der Mühle gemahlen. Die Stängel werden zu Stroh verarbeitet (Körbe, Dächer) oder zu Viehfutter (Silage) verarbeitet.

Doch was muss alles vorher passieren? Was ist notwendig, damit das Brot hier liegen kann? Der Acker muss bestellt werden. Das Korn muss gesät werden, vielleicht Unkraut gezupft, bevor es später mit dem Mähdrescher geerntet wird. Es braucht viel menschliche Arbeit und nicht zuletzt Sonne und Regen, damit es keimen und wachsen kann – und der Mensch braucht viel Geduld. Erst dann kommt das Mahlen, Backen – und TEILEN, um zu essen.

Das Brot weist auf unser Leben – und verbindet!

Auf die Frage, was die Kinder zu Hause tun, bevor sie Brot essen, wissen die Kinder einiges zu berichten. Zuerst hat man erstmal  Hunger. Der Tisch wird (manchmal festlich) gedeckt (schönes Geschirr, Servietten, Blumen…), bevor sich die Familie oder Freunde darum versammeln. „Was empfindet Ihr, wenn Ihr einen schön gedeckten Tisch seht?“ Brot wird noch kostbarer und schöner an einem schön gedeckten Tisch und in Gemeinschaft. Brot erfährt nicht nur Wertschätzung, Ehrfurcht und Respekt dafür, dass es schmeckt, sondern auch dafür, dass es „da“ ist. Brot stiftet nicht nur durch seine Herstellung Zusammengehörigkeit, sondern auch dadurch, dass es jemand "verdient".

Leib… und …Seele

Als Jesus das hörte, zog er sich allein von dort mit dem Boot in eine einsame Gegend zurück. Aber die Volksscharen hörten davon und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach.  Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen und heilte ihre Kranken. Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen! Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier. Er antwortete: Bringt sie mir her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein, zwölf Körbe voll.  Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder. (Mt 14,13-21)

Die Bitte um das "tägliche Brot" ist Angelpunkt des Vaterunsers. Mit dem Wort "Brot" ist alles gemeint, was zu unserem äußeren Leben gehört. Auch Jesus sorgte sich das leibliche Wohl...

Das „tägliche Brot“ beinhaltet alles, was wir für unser Leben brauchen: Nahrung, Kleidung, nette Freunde, verlässliche Nachbarn, schönes Wetter, einen guten Ort zum Wohnen, verständnisvolle Lehrer, medizinische Versorgung. – Wir sind reich beschenkt. Wir haben nahezu ALLES. Es gibt wenig, was wir nicht haben. Dafür können wir danken. An den Stellen, an denen es noch einen Mangel gibt, können wir Gott bitten.

Brot für die Welt

„Unser“ tägliches Brot gib‘ uns heute. Dass es nicht „mein“ tägliches Brot heißt, bedeutet auch, dass es um das gemeinsame Brot geht, um Brot für alle in der Welt. Zwei Drittel der Menschheit können sich nicht regelmäßig satt essen. Jede Sekunde stirbt irgendwo auf der Welt ein Mensch an Unterernährung. Gott hat genug zum Leben zur Verfügung gestellt. Aber wir verteilen es nicht richtig. Wir sollten also nicht nur dafür danken, dass wir selbst zu essen hat, sondern auch an diejenigen denken, denen das „tägliche Brot“ fehlt. Wir werden aufgefordert, zu schauen, wo Not am Mann ist…  auch zu helfen...

- Es gibt es auch den Brauch, das Brot mit einem Kreuz zu versehen oder mit einem Kreuzzeichen anzuschneiden...

Warum hat Jesus das Brot ausgewählt?

Auch Jesus segnete das Brot am Abend vor seiner Kreuzigung. „Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes.“ (älteste Fassung | Mk 14,22ff)

Brot des Lebens

Es gibt noch eine andere Art von Hunger, nämlich den, der sich materiell nicht beseitigen lässt...

Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel versucht werden. Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. (Mt 4,4)

Drei Gruppen - drei Kerzen
Brot mit Kreuz
Plenum
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Danke sagen...

Das Brot ist die „Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit“. Empfangen und Geben! Dies sind die wichtigsten Grundlagen unseres Lebens und Glaubens. Wo findet dies im Leben der Kinder statt? Die Eltern „machen“ sehr viel für ihre Kinder. Sie ernähren ihre Kinder und füllen deren Leben mit Sinn.

Wir nehmen und geben das Brot

Einem der Kinder wird das Brot gegeben. Wir stellen fest. Wenn man etwas entgegennimmt, hebt man die Hände? Die Kinder formen mit ihren Händen eine Schale. „Merkt Ihr, dass das Brotbrechen eine symbolische Handlung ist?“ Wir denken an alles, was Gott in Jesus Christus getan hat, wie er durch ihn zu den Menschen gesprochen, Krankheiten geheilt, Mutlose aufgerichtet, Sünder zur Umkehr gerufen und allen die Frohe Botschaft verkündet hat. Wir denken aber vor allem an den Tod und die Auferstehung Jesu.

Das Weizenkorn muss sterben

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ (Joh 12,24)

Brötchen
am Tisch
"Das besondere Brot"...
nach dem Gottesdienst
 

Nach dem Händewaschen formten die Kinder Brotlaibe und bestreuten sie mit Sesam, Mohn, Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen… Das Brot kam in den Backofen. Eine große Tafel wurde festlich gedeckt, um gemeinsam mit den nun eingeladenen Eltern zu essen. Nach Tischgebet und der Geschichte „Das besondere Brot“ folgte der Abschlussgottesdienst; das übrige Brot wurde an die Gottesdienstbesucher verteilt.

CS

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