Angebote - Pfarrgemeinde Herz Mariae

Fairer Handel

Alle sechs Wochen werden in der Kirche gerecht gehandelte Produkte, wie Kaffee, Tee, Schokolade und Honig verkauft.

Die vergleichsweise höheren Preise kommen den Produzenten in den Herstellerländern zugute; sie bekommen einen Einkaufspreis gezahlt, der deutlich über den Weltmarktpreisen liegt. Diese sind nicht von den realen Erzeugungskosten abhängig, sondern von Börsennotierungen und Spekulationsgeschäften.

Beispiel einer Kaffeesorte aus unserem Sortiment: Der Kaffee Bio Cafè Organico war vor ca. 30 Jahren der erste fair gehandelte Bio-Kaffee, der auf den deutschen Markt kam. Die GEPA, das größte Fair-Handelshaus in Deutschland mit Sitz in Wuppertal, bezieht den dafür notwendigen Bio-Rohkaffee von mittlerweile 11 verschiedenen Genossenschaften aus den mexikanischen Bundesländern Oaxaca und Chiapas. UCIRI, eine dieser Kooperativen, formierte sich Anfang der 80er Jahre. Was als Selbsthilfeorganisation der Kaffeebauern gegen schlechte Preise begann, entwickelte sich in den folgenden Jahren schnell zu einem erfolgreichen Unternehmen. Schritt für Schritt gelang es der Kooperative, Verarbeitung und Transport des Rohkaffees selbst zu organisieren, Lizenzen zu erwerben und Handelspartner in Übersee zu gewinnen.

Die Mehreinnahmen aus dem fairen Handel werden in soziale Gemeinschaftsprojekte und Bildungseinrichtungen investiert. So entstanden im Laufe der Jahre einen Krankenstation, eine Heilkräuterapotheke und eine Schule. Außerdem verfügt die Kooperative mittlerweile über einen eigenen Lastwagen und Lagerhallen für den Transport des Kaffees. Weitere Vorteile für die Mitglieder sind eine gut funktionierende UCIRI-eigene Sparkasse mit günstigen Anlage und Kreditmöglichkeiten sowie der Zugang zu einem Sozialfond.


Die Lebensweise der indigenen Kleinbauernfamilien ist von einer tief verwurzelten Achtung vor der Natur geprägt. Aus diesem Grunde bauten die Mitglieder von UCIRI ihren Kaffee immer schon nach den Prinzipien des ökologischen Landbaus an. Inzwischen ist ihr Kaffee schon lange durch den ökologischen Anbauverband Naturland zertifiziert.
Der Kauf fair gehandelter Produkte hilft, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in Afrika, Latainamerika und Asien zu verbessern. Zusätzlich fließt der Gewinn aus unserem Eine-Welt-Laden in ein Straßenkinderprojekt von Misereor. Damit werden warme Mahlzeiten finanziert.

Erika Werner, Hildegard Linge, Bettina Schunk