Das war los... | Sternsingen in der Pfarrgemeinde Herz Mariae

Exotisch gut

Die Sternsinger waren wieder unterwegs – heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit!

... nun auch in den Alten-Wohnheimen | mehr... siehe unten
Die Sternsinger in Herz Mariae | 2019 ©. Striegel

Als „exotisch gut“ bezeichnete Pfarrer Mario Kawollek die diesjährigen als Sternsinger verkleideten Kinder und Jugendlichen in seinem Schlusswort des Gottesdienstes am 13. Januar, bevor er sie mit einem Segen entließ. Denn sie hatten sich wieder aufgemacht, um vielen Familien den Segen zu bringen:

20 * C + M + B * 19

Diese Initialen wurden mit der gesegneten Kreide über die Haustüren geschrieben. Dies bedeutet: Christus mansionem benedikat. - Christus segne dieses Haus.

Nicht leicht war es in diesem Jahr, überhaupt Sternsinger und Sternsingerinnen zu finden - obgleich der Auszug der Sternsinger extra eine Woche nach dem Dreikönigsfest terminiert war. Die Weihnachtsferien in Hessen sind die längsten in Deutschland. 

Gleichzeitig mit den „Hessen-Ferien“ fand in diesem Jahr die Weihnachtszeit ihr Ende. Die Geburt Jesu hat in der Kirche einen langen Nachklang. Nach dem eigentlichen Termin des Dreikönigsfestes, ursprünglich „Erscheinung des Herrn" bzw. "Epiphanie", am sechsten Januar, feierten wir, wie immer am Sonntag nach Dreikönig, die „Taufe des Herrn“ (Lk 3,21-22) – Damit beginnt das öffentliche Auftreten Jesu.

Die liturgische Farbe ist wieder Grün. Sie ist die Farbe des sich erneuernden Lebens und der Hoffnung, und wird in der Zeit des „normalen“ Jahreskreises in liturgischen Gewändern getragen. Auch die in der Liturgie verwendeten Textilien, wie etwa das Altartuch, sind nun wieder grün.

Die Sternsinger waren an zwei Tagen in jeweils einer Gruppenstunde im Gemeindehaus von Christine Striegel vorbereitet worden – auch Pfarrer Mario Kawollek war beide Male gerne dabei. So entschied sich beispielsweise eine Gruppe dafür, „klassisch“ mit entzündetem Weihrauch unterwegs zu sein, um dessen Aroma in den Häusern zu verschwenken. Denn nicht nur, was Weihrauch bedeutet, sondern auch wofür Gold und Myrrhe stehen, und wer von den Königen diese Gaben jeweils überbrachte, das erfuhren die Kinder und Jugendlichen in den „Katechesen“ im Vorfeld, um "gewappnet" zu sein für eventuelle Nachfragen zu ihrem Tun. Auch warum die Heiligen Drei Könige unterschiedlich alt sind, wussten sie dann, warum sie als weise galten und woher sie kamen… - sie werden schließlich die drei Weisen aus dem Morgenland genannt.

So ging es in den Texten, die die „Sternsinger“ auswendig lernten, darum, sich in den Haushalten konkret, auch namentlich, vorzustellen: Caspar, Melchior und Balthasar. Einen Sternträger gab es natürlich auch. Im Lied „Seht ihr unser‘n Stern dort stehen“, das eingeübt und später den Menschen vorgetragen wurde, ging es dann um den Grund ihrer langen Reise, nämlich die „Hoffnung auf ein neues Leben“, die der Stern, dem sie folgten, „in die Welt gebracht“ hat: „ein Kind ist uns geboren“ – Jesus. - Gesammelt wurde, wie in jedem Jahr, für benachteiligte Kinder.

Wofür genau, erklärte Pfarrer Kawollek auch nochmal in seinen Begrüßungsworten im Aussendungsgottesdienst: Peru stehe in diesem Jahr im Mittelpunkt der Aktion Dreikönigssingen. Besonders werde dort auf Kinder, die mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung aufwachsen, geschaut. Das Leben mit einer Behinderung sei in Peru und in vielen armen Ländern besonders schwer: Oft bekämen behinderte Kinder nicht die Hilfe, die sie bräuchten, und könnten nicht die Schule besuchen. Ziel der Aktion 2019 sei es, behinderte Kinder überall in der Gesellschaft mitmachen zu lassen. „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“- so laute schließlich das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion. „Wir“ – das seien die Sternsinger, die die Menschen besuchten und alle, die diese Aktion mit Spenden unterstützten.

Auch seine Predigt begann Pfarrer Kawollek mit dem Motto der Sternsinger „Wir gehören zusammen“ und befand, dass dieses Motto nicht nur gut zur Sternsingeraktion passe, sondern auch zu „uns“ als Gemeinde insgesamt. Als Motiv für das Gemeinsame zog Pfarrer Kawollek auch die Krippe heran, die seit dem sechsten Januar mit den drei Weisen aus dem Morgenland vollständig sei. Die bunte Gemeinschaft bilde in ihrer Vielfalt die ganze Menschheit ab: Alte und Junge, Reiche und Arme, Könige und Hirten. Und sogar ein Engel!

„Wir gehören zusammen“ – sei schließlich auch die Botschaft Jesu gewesen, der durch das Land gezogen sei, um mit den Menschen zu sprechen und viele zu heilen, auch am Rande der Gesellschaft Stehende – und Kinder erst recht. Denn Jesus habe schließlich gesagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen!“. Kinder gehören ganz besonders dazu. Deshalb in diesem Jahr der Blick auf arme Kinder in Peru.

Pfarrer Kawollek konnte den Sternsingern gar nicht genug danken, dass sie, leider nicht so viele zwar, aber dafür „kernige“, mit der Sternsingeraktion diese Botschaft zusammen mit dem Segen Gottes zu den Menschen brächten – im Namen der ganzen Gemeinde.

Drei der Sternsinger taten gleichzeitig den Dienst am Altar.
Auch für die Fürbitten waren die Sternsinger zuständig.
Segnung...
 

So hatten die zwei Sternsinger-Gruppen mächtig viel zu tun.  

Trotz Stromausfalls gab es zwischendurch, zu Mittag, eine große Portion selbstgekochter Spagetti mit Tomatensoße zur Stärkung. Und es wurde noch etwas zur Erholung „gekickert“, bevor es weiterging. 

Mittagessen bei Kerzenschein...
Es hat geschmeckt!
Am Kickertisch im Jugendraum...
 

Laut Aussagen der Sternsinger und Sternsingerinnen hat der Tag viel Spaß gemacht.

Und: Sie haben etwas für sich persönlich „mitgenommen“. Damit sind nicht die vielen Süßigkeiten gemeint, die sie ebenfalls erhielten und über die sie sich sehr gefreut haben.
Die Sternsinger waren berührt davon, dass viele Menschen, die sie besuchten, gerührt waren. Sie haben offenbar nachhaltigen Eindruck hinterlassen und durch ihre Gesellschaft die Menschen bereichern können.
Sie waren am Abend - so lange ging es - teilweise „fix und fertig“ angesichts ihres umfangreichen Auftrags. Aber, dass es kalt und nass war und sie teilweise gefroren haben, schien ihre Zufriedenheit nicht eingeschränkt zu haben. Schließlich wurden sie überall in die Wärme gebeten und sehr freundlich aufgenommen.

- Sie wollen aktiv werben für das nächste Jahr, damit die Sternsingeraktion nicht „in den Sternen steht“, wie es vielerorts schon leider der Fall ist – auch in Kassel.

Danke!

Danke sagen! Eine veraltete Tugend? - Jedes Kind erhielt einen Dankesbrief.
Die Ergebisse... Toll!
 

Nochmal an die Sternsinger 2019: Danke! Danke auch an die Mütter, die die Fahrten übernommen haben.

Danke für die großzügigen Spenden! Die beiden Gruppen haben fast gleich viel „verdient“ für die Kinder in Peru, nämlich einmal 558,00 € und einmal 585,00 €, zusammen 1.143,00 €. Toll!

Christine Striegel

Die Sternsinger in Ahnatal mit Pfarrerin Goldbach und Pfarrer Kawollek

Auch in Ahnatal waren die Sternsinger „Ökumenisch unterwegs“. Zuvor hatte Pfarrer Mario Kawollek auch dort, gemeinsam mit Pfarrerin Gundula Goldbach, die Aussendung vorgenommen.

Hier hatte selbstverständlich ebenfalls ein Vorbereitungstreffen stattgefunden. 16 Kinder und Jugendliche waren nach dem Gottesdienst losgezogen und bis zum späten Nachmittag in ganz Ahnatal unterwegs. Nur die Kleineren hatten hier Begleiter. Das Pflegeheim in Heckershausen und die Hausgemeinschaft am Kammerberg wurden schon "abgearbeitet", während die Sternsinger in Herz Mariae am Donnerstag für die alten Menschen nochmal "ran" müssen.
In Ahnatal sorgten die "Kochpiraten" für ein warmes Mittagessen. Hier gab es sogar einen leckeren Nachtisch.

Insgesamt wurden ungefähr 70 Familien besucht.

Die Sternsinger dort haben die sagenhafte Summe von 1.638,49 € für die Kinder in Peru „erwirtschaftet". Danke! Wir freuen uns sehr über diesen hohen Betrag.

Die erhaltenen Süßigkeiten gaben die Ahnataler Kinder an die Kasseler Tafel; jeder Teilnehmer nahm sich allerdings wohlverdient eine Süßigkeit mit nach Hause.

PS: Im Kirchenjahr gibt es noch weitere Tage, die die Gläubigen an das Weihnachtsereignis erinnern sollen: die „Darstellung des Herrn“ am 2. Februar und die „Verkündigung des Herrn“ am 25. März.


Die Sternsinger waren wieder unterwegs – nun auch in den Altenheimen!

Noch einmal sind sie losgezogen - unsere "zähen" Sternsinger!
Nachdem natürlich auch unser Pfarrhaus den Segen der Sternsinger erhalten, Pfarrer Steinert und Pfarrsekretärin M. Stumpf hatten sie freudig empfangen, und auch der Kindergarten gesegnet war, ging es erneut los. Kurz zuvor hatte ein Gespräch mit den Erstkommunionkindern stattgefunden, die nun ganz genau im Bilde sind, was es mit den drei Weisen aus dem Morgenland auf sich hat. Beim "Auftritt" der Sternsinger selbstverständlich dabei, verabschiedeten sie die vier Kinder und ihre fahrende Begleitung, Frau Baumert, im Anschluss; denn diese statteten zunächst denjenigen Familien noch einen Besuch ab, die sie am Sonntag nicht angetroffen hatten. 
Danach brachten sie eine der alljährlichen Abwechslungen in die Alten-Wohnheime, und zwar in das Haus "Schöne Aussicht | Malve“ und in das Haus "Am Sängelsrain".

In jedem Jahr lässt sich beobachten, dass die alten Menschen sich der Melodien ihrer jüngeren Jahre gerne erinnern und oftmals bei den Liedern mit einstimmen. Dies war auch in diesem Jahr wieder der Fall. Auch dies berührt!

Pfarrer Steinert empfängt die Sternsinger | ©.Striegel
Die Sternsinger vor dem Eingang des Pfarrhauses | ©.Striegel
... mit den Erstkommunionkindern! |  ©.Striegel
 

Segen bringen - Segen sein!

So lautete das Motto der Sternsinger des vergangenen Jahres.

Doch nicht vergessen!

Wir gehören zusammen!

Dies nicht zu vergessen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Deshalb nochmal:

Danke!

Sternsinger im Alten-Wohnheim Am Sängelsrain | ©.Striegel
 

Ach ja!

Übrigens!

Der Weihnachtsbaum baut sich nicht von selbst ab!

Viele helfende Hände (es waren noch mehr als im Bild dargestellt) haben ganz praktisch für das Ende der Weihnachtszeit gesorgt. 

Mit viel Spaß und Humor sorgten die Küster und ihr "Team" für die Wiederherstellung der liturgischen Farbe "GRÜN" im Jahreskreis.

Auch hier und an dieser Stelle:

Danke!

Helfende und vor allem "fleißige" Hände | ©.Striegel
 

Christine Striegel

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