Das war los... | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Volles Gottes Haus

Pfarrfest am 26. August 2018 – So war`s!

Das diesjährige Pfarrfest begann – wie üblich - mit einem feierlichen Festgottesdienst, zu dem Pfarrer Markus Steinert alle Anwesenden sehr herzlich begrüßte.

Gleich zu Anfang starteten auch einige Kindergartenkinder des Kindergartens Herz Mariae unter Regie von Christine Bremer: „Gottes guter Geist verändert unser Leben, wir können freundlich sein und anderen vergeben... Halte zu mir guter Gott, heut` den ganzen Tag, halt die Hände über mich, was auch kommen mag...“

Nach der Lesung aus dem Buch Josua („Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, dann entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt:…) und dem Evangelium nach Johannes („Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war?“) folgte ein kurzes Anspiel zweier Szenen aus dem Leben des heiligen Philipp Neri nach dem Theaterstück von Christine Striegel. Dieses wird, in Gänze, in Kooperation mit Schauspielerin Louisa Gupta zu einem späteren Zeitpunkt bei anderer Gelegenheit aufgeführt werden. Dann werden hoffentlich auch die Mikrofone besser funktionieren!

Pfarrer Steinert erzählte jedenfalls dazu, wie er selbst aufmerksam auf das Leben dieses besonderen Heiligen geworden sei, nämlich durch seine Lehrtätigkeit an der Mönchebergschule. Das Publikum dort sei nicht immer leicht zu nehmen, geradezu eine Herausforderung, gewesen. Zu dieser Zeit sei er auf den italienischen Spielfilm „Himmel und Hölle“ (State buoni se potete – „Seid gut, wenn ihr könnt“) aus dem Jahr 1983 aufmerksam geworden. Dieser Film verbindet die Figur und die Ereignisse des heiligen Philipp Neri und seiner Zeit mit einer fiktiven Handlung um einen Straßenjungen, der zeitlebens vom Teufel verfolgt wird.

Eingebunden in den Gottesdienst wurden so auch die neuen Erstkommunionkinder, deren Unterricht im August begonnen hat. Auf die Frage „Wollt Ihr heilig werden?“ antworteten sie mit einem begeisterten „Ja“. Hier meldete sich gleich der heilige Philipp (Erik) zu Wort: „Wenn ihr heilig werden wollt, müsst ihr früh ins Bett gehen!“ Denn: Wer abends ins Bett geht, ist morgens aufgestanden. Dazwischen liegt der Weg des Tages… - Auf einen gemeinsamen Weg machten sich nun, symbolisch, die neuen Kommunionkinder, zum Altar: Aufstieg zu Jesus. Heilige, wie der heilige Philipp, haben diesen Weg zu Jesus in ganz besonderer Weise begonnen und, mit Jesus, begangen.

Der heilige Philipp, der im 16. Jahrhundert in Rom wirkte, sich vor allem um erschöpfte Pilger gekümmert hatte und ein gesuchter Beichtvater war, war ein Mensch mit Ausstrahlung; er begeisterte und gewann „Mitmachende“; er hatte ein sehr großes Herz… und vor allem besaß er Humor. Stets war er zu Spott und Späßen aufgelegt, er erteilte „Lektionen“, um die Menschen einen Schritt vor sich selbst zurücktreten zu lassen, um sich (in Demut) zu prüfen… Denn für Philipp war Dünkel das schlimmste und hartnäckigste von allen Übeln.

So brachte er – eine von zwei gespielten Szenen - der stadtbekannten, reuigen Adeligen Contessa Bianchi (gespielt von Liliana) buchstäblich bei, indem er sie eine Gans kaufen und rupfen ließ: „So ist es mit den bösen Worten. Wie man einmal ausgestreute Federn nicht wieder aufsammeln kann, weil der Wind sie verweht hat, so kann man auch das, was einmal ausgesprochen ist, nicht wieder zurücknehmen.“

Aber vor allem empfing Don Pippo buono (der gute Philipp) gerne zu Hause Gäste. Dazu machte er es sich gerne auf seinem Bett bequem. Dies war die zweite Szene…

Unerlässliches Element zu Festgottesdiensten in Herz Mariae ist der Chor „in cantico“, geleitet von Regionalkantorin Gudrun Stute. So gestaltete der Chor auch abermals den Gottesdienst zum Pfarrfest musikalisch maßgeblich und stimmungsvoll aus. Begleitet wurde der Chor unter anderem von einem Cello, das beim „Dona nobis pacem“ von Piret Rips ebenfalls solistisch zum Einsatz kam.

Später traten abermals die Kindergartenkinder musikalisch, wieder mit Christine Bremer, auf: „Herz Mariae heißt unser Kindergarten, Herz Mariae, wir könn's früh kaum erwarten, Herz Mariae, Pinguin oder Maus, Herz Mariae, am liebsten geh`n wir raus! Uns're Kirche ist gar nicht fern, Pfarrer Steinert den ha'n wir gern, ob Ostern, Nikolaus, Jahresanfang, immer ist er da - Gott sei Dank.“

Im Anschluss an den Gottesdienst ging die Feier weiter: Geselliges Zusammensein bei guter Verpflegung (Würstchen…) und Getränken (u.a. frisch gezapftes Bier…). Für die Kinder gab es Attraktionen wie Kinderschminken und selbstgemachte Zuckerwatte. Besonderer Beliebtheit erfreute sich das Bobbycar-Rennen!

Um zwei Uhr wurde das Kuchenbuffet eröffnet. Dazu hatten viele SpenderInnen fleißig gebacken und beigesteuert!

Um 16.00 Uhr folgte ein weiteres Highlight. Bibelerzählerin Elisabeth Wiese lud in die Werktagskapelle ein, um Marias Verkündigung bei brennender Osterkerze anschaulich zu erzählen: Eines Nachts erscheint Maria ein Engel und verkündet ihr, dass sie ein Kind bekommen wird. - Was die unverheiratete Maria davon hält und, wie sie mit der Botschaft umgeht, dies wurde anschaulich geschildert: „Maria! Es dauert nicht mehr lange, dann wirst du einen Sohn bekommen.“ „Aber wer soll der Vater sein? Ich bin doch gar nicht verheiratet!“ Wie die junge Maria, sie ist erst 14 Jahre alt, diese Botschaft annimmt, sich vom Engel Gabriel ihre Ängste nehmen lässt und akzeptiert, dass Gott Großes mit ihr vorhat, weil sie Seinen Sohn zur Welt bringen wird; wie sie sich auf den Weg zu ihrer wesentlich älteren, überraschend auch noch schwanger gewordenen Cousine Elisabeth durch die Wüste von Nazareth nach Betlehem macht, das schilderte Elisabeth Wiese, als ob man dabei gewesen sei: Wie Maria immer ruhiger wird, wie ihr unterwegs geholfen wird – von Frauen; wie sie unterkommt – in Karawansereien; was sie zu essen und zu trinken bekommt – Hirse, Weizen und Wasser in Schläuchen. Maria bleibt so lange bei Elisabeth, bis „Johannes“ am 24. Juni geboren wird. Seinen Namen verkündet sein Vater selbst, der Tempeldiener Zacharias, nun nicht mehr zur Strafe stumm, weil er dem Engel nicht sofort geglaubt hatte, dass Elisabeth und er noch Eltern würden: Johannes der Täufer wird Wegbereiter für den Messias, Sohn Gottes. - Auch wie Josef den Auftrag des Engels ergeben und in Treue zu Maria annimmt, führte Elisabeth Wiese phantasievoll vor Augen. Begonnen und beschlossen hatte sie ihre Veranstaltung jeweils mit einem Gebet.

Allen Mitwirkenden, auch den Helfern, die fleißig auf- und abgebaut haben, herzlichen Dank!

CS

Fotos: Christophe Guerry

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