Pfarrgemeinde Herz Mariae | Das war los

Ökumenisches Gemeindefest in Ahnatal

Jubiläum | 30 Jahre | Ökumenisches Kirchenzentrum

Kirchweihfest 8. / 9. September 2018 am Kammerberg

30 Jahre: Ökumenisches Kirchenzentrum in Ahnatal

Plakate, ein großes Spruchband am Portikus und ein ausführlicher Artikel in der HNA haben schon rechtzeitig für das nötige Interesse gesorgt. So kommen erfreulich viele Menschen an den beiden Festtagen an den Kammerberg. Sie erleben ein vielfältiges Programm, das Interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte, das Wachsen und Werden und das lebendige Miteinander im Kirchenzentrum bietet.

Samstag, 8. September

Generationsübergreifendes Kochen

Mit einem Einstiegsimpuls und einem gemeinsamen Lied im Altarraum der Kirche geht es um 16 Uhr los. Kinder und Erwachsene werden in vier Gruppen aufgeteilt. Unter Leitung von Ute Gorski und Bernd Mai machen sie sich an die Arbeit. Um 18 Uhr muss das Menü mit selbstgemachten Nudeln, Salat und Nachtisch für die Gemeinde fertig sein. Keine leichte Aufgabe bei den kleinen Küchen im Haus.

Es wird fleißig geschnippelt, Teig angerührt, improvisiert, Schüsseln von Küche zu Küche getragen. Es dampft und kocht, auch die Kochmannschaft, sie gibt mindestens 150%.  So wird dann alles rechtzeitig fertig.

Im Gemeindesaal lassen es sich die Gäste gut schmecken.  Immer wieder hört man großes Lob für das gelungene Essen.

Podiumsgespräch am Abend in der Kirche

Der Altarraum ist zu einem großen Podium mit entsprechender Beleuchtung und aufgestellten Sitzgruppen  erweitert worden. Zur Einstimmung spielen zwei Klarinetten (Mieke de Witt und Begleiter) eine Klezmer-Ouvertüre. Die Moderation zum Thema “30 Jahre Ökumenisches Kirchenzentrum – Zeit des Wachsens und Reifens“ liegt in den Händen von Marcus Leitschuh aus Kassel.

Film

Es beginnt mit einem Film, den der NDR im Rahmen einer Dokumentation über Ökumene 1987 am Kammerberg gedreht hat. Da stehen junge Erwachsene und zwei Pfarrer aus den Kirchengemeinden im Rohbau des Kirchenzentrums, werden von einer Moderatorin interviewt und geben Statements ab.

Aus den spontanen Reaktionen des Publikums wird deutlich, dass die Protagonisten teilweise erkannt werden, bei einigen aber Fragezeichen bleiben.

Der Film dient als Ausgangspunkt für die sich anschließende erste Gesprächsrunde.

Vier Gesprächsrunden zu folgenden Themen:

1) Anfänge und Zeit des Bauens

2) Zeit des Wachsens und Blühens

3) Blick von außen

4) Zeit des Weiterlebens und der Zukunft

Marcus Leitschuh bittet in den einzelnen Runden bis zu fünf Personen zum Gespräch auf das Podium. Der Bogen reicht von den Frauen und Männern der ersten Stunde bis in die Gegenwart, wo es um Blick   nach vorn und neue Ideen geht. In einer Runde schauen auch Gesprächsteilnehmer, die nicht zum Kirchenzentrum gehören, von außen auf den Kammerberg. Die einzelnen Runden werden jeweils durch Klarinettenstücke unterbrochen.

Der Moderator versteht es, durch geschickte Fragen lebendige Gespräche anzustoßen. So gelingt es ihm, über zwei Stunden den Spannungsbogen zu halten und viele Aspekte des gemeindlichen Lebens am Kammerberg zu beleuchten. Selbst in der anschließenden Schlussrunde unter Einbeziehung des Publikums wird noch fleißig diskutiert.

Ein lebendiger, informativer Abend, der großen Anklang findet!

Sonntag, 9. September

Ökumenischer Festgottesdienst
Thema: Zeit des Wachsens und Reifens
Bei festlichem Orgelspiel ziehen Amtsträger und Liturgen in die Kirche ein. Im Altarraum steht ein großer Weidenkorb mit einem Apfelbaum (Alkmene).
Mit dem gesungenen Bittruf: “Komm, heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft“ – eine Ermutigung für die Ökumene - beginnt der liturgische Teil. Das Gleichnis vom Sämann (Mk 4, 3-9) und dessen Deutung (Mk 4, 13-20) sind als Lesungen ausgewählt.
Pfrin. Gundula Goldbach und Pfr. Markus Steinert predigen zu 1 Kor. 3, 5-17 : Gottes Ackerfeld und Bau. In ihren kurzen Ansprachen zeichnen sie einprägsame Bilder vom Bauen, Wachsen und Gedeihen und dem Segen Gottes dazu. Damit wird auch ein Bezug zur Pflanzaktion am Ende des Gottesdienstes hergestellt.
Nach dem Schlusslied ziehen Apfelbaum und Gemeinde zum Pflanzen vor die Kirche.
Eine Grube im steinharten Boden und gute Erde stehen bereit. Mit Segensworten und guten Wünschen wird der Baum zur Erinnerung an das 30jährige Jubiläum in die Erde gesteckt. Als Abschluss der Liturgie gibt es dann auch einen Segen für die Gemeinde.
Zum Jubiläum des Kirchenzentrums überbringen Gäste anschließend Grußadressen:
Pfr. Dr. Jörg Bickelhaupt für das Zentrum Ökumene in Frankfurt,
Dechant Harald Fischer für das Kath. Dekanat Kassel/Hofgeismar,
Pfr. Thomas Dilger für die Evang. Kirchengemeinde Weimar,
Margot Griesel für die  Evang. Kirchengemeinde Heckershausen,
Pfrin. Ute Dilger für das Weltgebetstagskomitee,

Bürgermeister Michael Aufenanger für die Gemeinde Ahnatal.

Wir erhalten viel Lob für unsere Arbeit und werden ermuntert, auf dem Weg der Ökumene unbeirrt voranzuschreiten.

Gospelchor

Schon während des anschließenden Mittagessens bereitet sich der Gospelchor “Lichtverteilung“ unter Leitung von Thomas Penkazki auf seinen Auftritt vor. Um 14 Uhr ist in der Kirche kein Platz mehr zu finden. Der Chorleiter hat Lieder ausgewählt, die das weite Repertoire gut widerspiegeln. “Lichtverteilung“ begeistert die Zuhörer gleich zu Beginn mit seinen sehr präzise und dynamisch vorgetragenen Liedern. Dazu gibt es immer wieder Erklärungen von Thomas Penkazki. Da die Zuhörer teilweise zum Mitsingen einbezogen werden und Zugaben unausweichlich sind, wird aus dem angekündigten Auftritt des Gospelchors noch ein kleines Konzert.

Ein mitreißender Auftritt  –  das Highlight am Sonntagnachmittag!

Sonstiges

Kaffee und Kuchentafel sind immer Selbstläufer. Nach einem langen Festwochenende finden dagegen Angebote für Kinder am Nachmittag nicht mehr den nötigen Zuspruch. Zum Offenen Singen um 17 Uhr trifft sich noch eine kleine Schar in der Kirche – ein meditativer Ausklang des Jubiläums.

Fazit

Es war ein gelungenes Fest. Der Aufwand dafür hat sich gelohnt. Herzlichen Dank an alle die gekommen sind und ein besonderer Dank an die unermüdlichen Helferinnen und Helfer!

Durch Ausfall bewährter Kräfte gab es für die Aktiven viel zu tun. Für künftige Feste wäre es schön, noch mehr Unterstützung zu bekommen. Könnten Sie sich vorstellen, demnächst eine kleine, zeitlich begrenzte Aufgabe zu übernehmen? 

Franz J. Jordan

Fotos: Christophe Guerry

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