Das war los... | 1. Advent | Pfarrgemeinde Herz Mariae

Gottesdienst zum 1. Advent

Advent – Erstkommunionkinder auf dem Weg ...

... zur Krippe

Adventsgeschichte zum Basteln...

Adventsgeschichte am Freitag zuvor: "Der gläserne Vogel"

Gruppenbild | Kinder hinter ihren Adventskränzen
 

Am ersten Advent, dem zweiten Dezember, stellte sich der Kommunionjahrgang 2019 offiziell der Gemeinde vor.

Zum Kirchenlied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ - es ist im 17. Jahrhundert in Ostpreußen entstanden – zogen die Kinder mit Pfarrer Steinert und den Ministranten ein.

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;

es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.


Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland groß von Tat.


O wohl dem Land, o wohl der Stadt,
so diesen König bei sich hat.
Wohl allen Herzen insgemein,
da dieser König ziehet ein.
Er ist die rechte Freudensonn,
bringt mit sich lauter Freud und Wonn.
Gelobet sei mein Gott,
mein Tröster früh und spat.


Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
eu’r Herz zum Tempel zubereit’.
Die Zweiglein der Gottseligkeit
steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;
so kommt der König auch zu euch,
ja, Heil und Leben mit zugleich.
Gelobet sei mein Gott,
voll Rat, voll Tat, voll Gnad.


Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.


Georg Weissel, 1623

Der anfängliche Text dieses alten Liedes entstammt in Anlehnung dem Gesang Davids, dem Psalm 24,6-7: „Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, die dein Angesicht suchen, Jakob. Ihr Tore, hebt eure Häupter, hebt euch, ihr uralten Pforten, denn es kommt der König der Herrlichkeit!“ *

Im Advent erwarten wir Christen mit dem Ruf „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ den „König der Ehren“. Doch feierten ursprünglich die Israeliten mit diesem Text den Einzug der Bundeslade in den Tempel, also den Einzug Gottes in sein Volk.

Somit passt dieses Lied nicht nur zum Weg der Krippe, sondern auch hervorragend zu unserem Kommunionplakat; stellt dieses doch unseren (gemeinsamen) Weg zum Tor dar, das Jesus für uns geöffnet hat, zu Gott. Das (Voll-)Ende ist der Anfang.

So steht in der ersten und zweiten Strophe der einziehende, universale König („König aller“ | unser Hirte, der „Heil“ und „Leben“ bringt) im Mittelpunkt, in Strophe 3 und 4 werden die Orte bezeichnet, in die er einzieht: von der „Welt“ über „Land“ und „Stadt“ zu unserem persönlichen „Herz“ (mit „Freude“ und „Wonne").

Die Begriffe „Sanftmütigkeit“, „Heiligkeit“ und „Barmherzigkeit“ (Strophe 2) beschreiben den König. Sein Eintreffen ist Anlass zur Freude. „Euer Herz“ „zu euch“ (Strophe 4) besagt aber auch, dass wir (die Menschen) uns für den König öffnen – adventlich werden. Im Advent und darüberhinaus: den Faden aufnehmen, den Jesus uns entgegenhält. So erläutert dies unser Kommunionlabyrinth. Jedes Kind/jeder Mensch kann zum „Heiland Jesu Christ“ eine persönliche Beziehung aufbauen; es geht um „mein Herz“.

Der Refrain und Strophe 5 („Gelobet sei mein Gott voll Rat…“) beschreiben zusammenfassend ganz genau, um was es geht: mit Jesus („Heiland Jesu Christ ), zu Gott, dem „Schöpfer“ geführt ("uns führ und leit") vom „Heiligen Geist“ „voll Rat, voll Tat, voll Gnad.“

Mit seiner „Gnade“ einziehen, und seine „Freundlichkeit“ sichtbar machen - das wünschen wir uns mit diesem ersten Lied zum Advent, im Bewusstsein, auf dem „Weg zur ewgen Seligkeit“ zu sein – zur Mitte.

Dazu treffen sich die Kinder mit ihren Familien/wir uns im Gottesdienst, um mit Gebet und Gesang, den „Namen“ Gottes zu loben und zu ehren. 

Das Lob Gottes bildet folglich den Abschluss des Liedes.

 

Pfarrer Steinert verwies in seinen Begrüßungsworten auf die Adventskränze auf der ersten Altarstufe. Diese hatten die Kinder, gemeinsam mit ihren Familien am dem ersten Advent vorausgehenden Freitag hergestellt. Dies war bei gemütlichem Zusammensein mit Gebäck und Tee, einem Adventsgedicht und adventlichen Geschichten geschehen…

Alana • Amelie • Benjamin • Charlotte • Clara • Elina • Gabriel • Gianluca • Johann • Johanna Sophie • Johannes • Julian • Karl • Lisa • Lorena • Manuel • Maximilian • Moritz • Patrick

Vorstellung der Erstkommunionkinder | Teil 1:

Die Kinder erläuterten nun - den Adventskranz. Die ersten stellten sich dabei vor: "Ich heiße Manuel" und "Ich heiße Lisa":

Adventskalender in der Kirche

„Wir sind im Advent. Daran erinnert der Adventskranz. Daran erinnert uns auch der Adventskalender. Für jeden Tag und für jeden von uns steht ein Tütchen bereit.“

 
Kränze am Vortag

„Wir haben alle gemeinsam mit unseren Familien Adventskränze gebastelt. Was ist eigentlich Advent?“

„Der Adventskranz besteht aus Tannenzweigen. Sein Grün steht für Hoffnung, für Zuversicht. Leben!

„Auf dem Adventskranz werden vier Kerzen, Adventskerzen, befestigt. Sie werden im Laufe der Adventszeit nacheinander angezündet: Am ersten Adventssonntag die erste Kerze, am zweiten Advent auch die zweite und so weiter."

 

„Das „Hellerwerden“ Adventskränze bringt immer mehr Licht; es steht für die Hoffnung auf Licht; die Geburt des Retters Jesus Christus rückt näher.“

„Der Adventskranz ist rund. Der Adventskranz steht für den gesamten Erdkreis, der auf Erlösung durch Jesus Christus wartet.“

Das Loch in der Mitte...

„Der Adventskranz hat ein Loch in der Mitte. Löcher möchte man gerne füllen. Das Loch steht für die Erwartung auf die Geburt Jesu, seine Ankunft. Advent ist lateinisch und bedeutet nichts anderes als „Ankunft“.“

 
Der Adventskranz in Herz Mariae

„Das Grün wird zusammengehalten von roten Schleifen. Die Liebe hält: „erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand.“

„Die Liebe hört niemals auf. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; / doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“

 

„Im Gottesdienst zum Pfarrfest haben wir gezeigt, dass wie Gott entgegengehen, zu ihm aufsteigen wollen. Advent  bedeutet, dass Gott uns entgegenkommt.“

Segnung der Adventskränze

Segnung der Kränze | Pfarrer Steimert mit Liliana und Erik

Nach dem Lied „Wir sagen Euch an den lieben Advent“ segnete Pfarrer Steinert die Adventskränze und Tannenzweige, die die Gottesdienstbesucher im Anschluss an die Messe mitnehmen konnten. Es assistierten die neuen Messdiener: Liliana und Erik.

 

Vorstellung der Erstkommunionkinder | Teil 2:

Die Kinder stellten sich nun weiter vor, nannten wieder jeweils ihren Vornamen und fügten einen erläuternden Satz zum Advent hinzu.

„Advent heißt: Wir machen uns auf den Weg zur Krippe.“ 

„Auch wir Erstkommunionkinder machen uns auf einen gemeinsamen Weg; die Krippe steht für das Ziel auf unserem Weg.“

„Unseren Weg gehen wir seit August gemeinsam.“

Kommunionplakat 2019 | Entwurf

„Unser Kommunionplakat wird aufzeigen, wie das genau geschieht.“

„Es gibt nämlich einen vorgezeichneten Weg.“

„Man kann sich nicht verirren!“

„Wegweiser können uns helfen, dem Weg zu folgen.“

„Der (erste) Advent ruft uns auf, dass wir uns auf den Weg machen – auf Weihnachten zugehen.“

„Ein Wegweiser könnte sein: sich um den Adventskranz versammeln, eine adventliche Geschichte lesen oder ein Lied singen.“

 

„Johannes der Täufer gibt uns am zweiten und dritten Advent ebenfalls Hinweise.“

„Johannes der Täufer sagt: „Macht Euch auf!“

„Wie geht das?“

„Auf Mitmenschen achten, Gutes tun, wie z.B. teilen…“

„Johannes der Täufer ist ein Prophet: Er erklärt uns, dass wir dem Rufen Gottes folgen sollen – unserem  Weg folgen.“

Evangelium zum ersten Advent (Lk 21,25-28.34-36)

Im Advent bereiten wir uns auf das Kommen des Messias vor. Sein Wiederkommen wird in der Endzeit erwartet. So beinhaltete das Evangelium zum ersten Adventssonntag einen Ausschnitt aus der Endzeitrede Jesu im Lukasevangelium: „Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen…“ Bald werden die Menschen unter dem Eindruck der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) durch die Römer stehen. Ähnlich grausam werden sie sich die Endzeit vorstellen.

Doch eigentlich erfahren sie Ermutigung. - Das Evangelium hat(te) viel mit „unserem (labyrinthischen) Weg“ des Plakats zu tun. Denn auch darin wird Orientierung und Handlungsanweisung zum Erreichen des/unseres Ziels aufgezeigt: „Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe." Da darf auch mal gewarnt werden („Nehmt euch in Acht, dass...“!), um den Weg überhaupt wahrzunehmen bzw. erst recht nicht davon abzukommen: „Wacht und betet allezeit!“. So wie auch liebende und sorgende Eltern Grenzen aufzeigen und Richtungen vorgeben (Wegweiser!), weil sie es gut meinen, indem sie vor Gefahren warnen. „Seid wachsam“ hieß es im Evangelium zum ersten Advent des letzten Jahres – und so hatten es die von Kindern gespielten Mäuse im Krippenspiel auf dem Weg zur Krippe dargestellt.

Abhängen des Erstkommunionplakates 2018

Christine Striegel: "Dorthin mit dem Plakat..."

Mit dem ersten Adventssonntag beginnt nicht nur der Weihnachtsfestkreis, sondern auch das neue Kirchenjahr

Somit bot sich der Tag ideal an, nicht nur damit sich die Kinder vorstellen, sondern auch, um das neue Plakat anzukündigen, das den Weg der Kinder beschreibt. Es stellt ebenfalls einen Aufbruch dar. – Dafür muss natürlich das alte Plakat weichen. Es wurde feierlich von den Kindern in den hinteren Teil der Kirche getragen und zunächst zusammengelegt. Doch es wird, denn auch dieses Plakat beschreibt auf symbolische Weise den immerwährenden Weg zur Erstkommunion, an den Wänden der Empore seinen Platz finden.

 

Einführung der neuen Messdiener

Einführung der neuen Messdiener

Nach dem Auflegen der Hände überreichte Pfarrer Steinert den neuen „helfenden Händen“ Liliana und Erik ihre „Dienstplaketten“.

 

Zweige

Tannenzweig

Viele Gottesdienstbesucher nahmen sich einen gesegneten Tannenzweig mit nach Hause.

 

Dass die Kinder der Gemeinde – in einem Hauptgottesdienst - vorgestellt wurden, könnte zu einer schönen Selbstverständlichkeit auch in Zukunft werden. Der Empfang des Sakraments der Eucharistie wird ebenfalls in der Pfarrgemeinde stets gemeinsam gefeiert. Gemeinsam (communio): Eingliederung in die Gemeinde ist das Ziel. Aus Kindern werden Leute.

Christine Striegel

* Die Bibelzitate unserer Homepage, entstammen, soweit nicht anders bezeichnet, der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe

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